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Review zu Sea of Thieves: Anniversary Edition

Genre: Action/Adventure Plattformen: PC, Xbox One
Erscheinungsdatum: 25.04.2019        Review Veröffentlicht: 04.03.2020
Entwickler: Rare Ltd. Publisher: Microsoft Studios

Inhalt:

  1. Einleitung
  2. Spielmechanik
  3. Grafik
  4. Story
  5. Systemanforderungen
  6. Erweiterbarkeit
  7. Support / Zugänglichkeit
  8. Fazit

Einleitung

Microsoft schickt seinen neuen Titel Sea of Thieves, nach einem Jahr erneut mit mehr Features auf die jagt. Lohnt sich der Sprung ins Piratenabenteuer oder ist noch eine Menge Arbeit bei Rare Ltd. Nötig damit es ein Erfolg wird?

Spielmechanik

Unser Abenteuer beginnt mit dem Aufwachen auf einer einsamen Insel und der Frage, ob wir Erfolg haben werden in der Sea of Thieves. Nach einer kleinen Einführung in die Mechaniken geht es auch schon auf unser erstes eigenes Schiff. Fangen wir also mit der Steuerung an, da diese uns sicherlich nach der Grafik zuerst begegnet. Insgesamt ist sie sehr einfach gehalten. So bewegen wir uns mit W, A, S, D bzw. Stick auf dem Controller fort. Interaktionen werden uns rechtzeitig mit der richtigen Taste angekündigt bzw. angezeigt. Man benötigt nicht viele Tasten, da nicht alles gleichzeitig erledigt werden kann. So müssen wir zum Segel hissen, die passenden Seile in ihrer Länge bzw. ihrem Umlauf ändern. Ganz einfach durch eine Taste an der richtigen Stelle des Schiffes und der folgenden Verstellung mit W oder S bzw. Controller Stick hoch oder runter. Nach diesem simplen Prinzip funktioniert, der Einstieg, sehr einfach und es genügt sogar für einen hohen Grad an Realismus. Und da wären wir bei genau diesem der das Spiel so interessant macht.

Dem Sonnenuntergang entgegen fahren ist mit das beste an Sea of Thieves.

Wer jetzt eine Segelsimulation erwartet wird zu 100 % enttäuscht. Es geht in diesem Spiel mehr darum eine Mannschaft bzw. Crew zu bilden in der jeder Aufgaben übernimmt. So ist ein Mitglied der Crew Steuermann, ein anderer setzt oder streicht die Segel, die dritte im Bunde hält im Krähennest ausschau nach Beute und der vierte spielt Musik auf dem Leierkasten. Ja ganz richtig, gelesen. Sea of Thieves bildet Arbeitsteilung sehr gut ab. So ist es sehr schwierig, das kleinste Schiff alleine zu steuern und dabei im Falle eines Kampfes zu feuern bzw. Schäden am Schiff zu reparieren. Die beiden größeren Schiffe sind erst gar nicht alleine zu beherrschen. Wer also gerne zu zweit oder mit bis zu vier Freunden spielt, kommt hier auf seine Kosten, denn Blödsinn und Spaß bleiben nie aus. Es empfiehlt sich, mit mindestens einem Freund zu segeln, denn hier kann man bereits eine Menge Erfolge verbuchen und hat nicht den hohen Aufwand eine Crew aus 4 Leuten zu finden.

Und wenn sie tanzt... Um sich auszudrücken bietet Sea of Thieves einige Emotes.

So Segeln wir also über die See mit unserem Schiff. Dabei merkt man ganz klar, das während der Programmierung der Spielspaß im Vordergrund stand. Denn selbst bei wenig Wind in den Segeln oder wir entgegengesetzt zur Windrichtung fahren, nimmt das Schiff ausreichend Fahrt auf, um vom Fleck zu kommen. Insgesamt macht so das Spiel mit der Steuerung sehr vieles richtig.

Auf der Karte planen wir unsere Beutezüge und finden anhand von Schatzkarten die richtigen Inseln!

Doch was sehen wir neben uns im Wasser erscheinen!? Ein Skelettschiff erscheint, um uns zu vernichten! Ich reiße das Steuer herum und einer aus unserer Crew geht an die Kanone. Es entbrennt eine Schlacht auf offenem Meer bei hohen Wellen auf Leben und tot. Leider ging uns die Munition aus und wir mussten flüchten. Unser armes Schiff musste ordentlich einstecken und wir waren ein paar Minuten damit beschäftigt alle Löcher zu schließen und das Wasser abzuschöpfen, doch bald schon sollten wir Erfolg haben. Während der Schlacht spürte man, wie gut die Arbeitsteilung funktionieren kann und aufgrund der simplen Steuerung konnten wir uns voll auf die Situation konzentrieren.

Im Kampf vergisst man schnell die reale Welt!

Endlich an unserem Ziel, einer verlassenen Insel, angekommen nahmen wir unsere Schatzkarten und zogen los. Die Inseln variieren in ihrer Größe, so gibt es sehr kleine und relativ große auf denen folglich mehr auf seine Entdeckung wartet. Wir waren fündig, sogar besser als wir dachten. So fanden wir einen alten Skelett Kapitän, welcher uns an die Gurgel wollte und brachten ihn endlich zum ewigen Schweigen. Das Kampfsystem ist dabei sehr einfach gehalten. So reicht kurzes Klicken für normale Hiebe, langes gedrückt halten für einen Stich mit dem Säbel und das Halten der rechten Maustaste zum Parieren (abwehren). Meistens klicken wir auf der linken Maustaste herum und hoffen, das die Gegner sterben. Sind wir auf Distanz, können wir auch unsere Pistole oder das Gewehr nutzen. Beim Kampf ließ er seinen Kopf fallen, welchen wir gewinnbringend verkaufen können.

Skelette können böse Zeitgenossen sein. Doch mit genügend Hieben sind auch sie kein Hinderniss.

Nebenbei gruben wir noch unseren Schatz aus, wegen dem wir überhaupt hierhergefahren sind.


Zusammen graben geht nicht nur schneller, es macht auch mehr Spaß!

Zurück auf unserem Schiff setzten wir Segel in Richtung, des nächsten Außenposten, um unsere Beute zu verkaufen. Nach einem kurzen Weg ertönt merkwürdig hastige Musik, welche uns auf das Erscheinen eines Riesenhais aufmerksam macht. Dieser zieht jedoch weiter seines Weges, nach dem er unser Boot umkreist hat. Leider haben wir auf dem Rest des Weges noch weniger Glück und begegnen einem Kraken, welcher unser Schiff verschlingen möchte. Dieser lässt nur nach vielen Hieben und Schüssen von unserem Schiff ab.

Der Kraken umschlingt unser Boot und muss mit vielen Hieben oder Schüssen getötet werden.

Endlich angekommen im "sicheren" Hafen, verkaufen wir unsere Beute. So bekommen wir 2146 Goldtaler für den Kopf und 600 Goldtaler für die Truhe. Es hat sich also gelohnt. Trotzdem müssen Piraten lange für Accessoires sparen, denn in Sea of Thieves besitzt man alles, was im Piratenalltag nötig ist, bereits von Anfang an und kann nur andere "Skins" dafür erwerben. Dies gilt auch für unser Schiff. Wer eine schöne Galionsfigur kaufen möchte, muss kräftig sparen und schnell 49000 Goldtaler dafür hinlegen. Die Außenposten könnten meiner Meinung nach noch etwas belebter sein (-0,2).

In den Aussenpsoten verkaufen wir unsere Beute, füllen unsere Vorräte nach und erwerben Accessoires

Kaum war alles verkauft, schrie jemand aus unserer Crew, dass er ein anderes Schiff gesichtet hat. Wir hasteten zum Schiff und hörten bereits die Schüsse auf dieses. Darauf angekommen bemerkten wir schnell, dass es sich um das Schiff handelt, welches bereits in der letzten Nacht mit voller Beleuchtung am Horizont auf Beutezug war.

Er muss wohl gewartet haben bis wir im Hafen ankerten. Der Anker wird eingeholt und das Steuerrad herumgerissen. Leider nimmt unser mittlerweile liebevoll getauftes Schiff, die M.S.-Schabracke sehr großen Schaden. Kaum sind beide Schiffe längs, ertönt unsere Kanone. Es entbrennt erneut ein Kampf, welcher sich für uns wie eine Schlacht aus einem Kinofilm anfühlt. Die Schüsse, das berstende Holz, unser Gebrüll. Sea of Thieves hat es geschafft, uns mit in seine Welt zu nehmen. Nach dem wir das Schiff versenkt und einen Enterversuch mit einem Mann im Keim erstickt hatten, konnten wir noch seine Beute, die nun auf dem Meer treibt, ergattern. Es fanden sich wieder ein Skelettschädel und eine Truhe. Dazu noch eine Menge Proviant, Holz für unser Schiff und Kanonenkugeln. Das ist Sea of Thieves. Funktioniert ein Plan doch mal nicht und ein Crew-Mitglied stirbt, landet er automatisch auf dem Schiff des Fährmanns.

Das Schiff des Fährmanns bringt die toten in die Welt der toten. Aber nicht uns, wir bekommen nach wenigen Sekunden die Möglichkeit in die Welt der lebenden zurückzukehren.

Wer möchte kann auch auch mit dem Fährmann sprechen und andere gestorbene Piraten sehen.

Der Fährmann steuert sein Schiff um die toten zu geleiten.

Im Kern dreht sich das Leben um das Finden von Schätzen nach Schatzkarten, dem töten von Skeletten und dem reagieren auf Ereignissen. Diese Ereignisse können Stürme, Kraken, Haie, Skelettschiffe oder andere Spieler sein. Man kann natürlich auch friedlich mit anderen Spielern umgehen und sogar Objekte mit der Hand überreichen. Selbst Karten können anderen Spielern gezeigt werden ohne das sich ein neues Fenster öffnet. Hier zeigt sich Sea of Thieves sehr interaktiv und bildet damit seine größte Stärke.

Klappt es mal nicht geht das Schiff auch mal unter. Doch dies ist kein Grund zu verzagen.

Insgesamt ist die Spielwelt sehr liebevoll modelliert und bietet eine Menge zu entdecken. So sind verschiedene "Klimazonen" zu entdecken, in denen die Inseln jeweils besondere Merkmale aufweisen. Eine Region ist vulkanisch geprägt eine andere der karibische Himmel auf Erden. Alle Inseln zu entdecken dauert einige Stunden, weshalb man die Spielzeit auf 30+ Stunden mindestens ansetzen kann.

Note: 1,2

Skelettflotten durchstreifen als Ereignis die Spielwelt und werden durch eine rote Wolke angekündigt.

Grafik

Die Grafik in Sea of Thieves ist im Comic Stil abgehalten. Dies erzeugt eine sehr amüsante Atmosphäre und bietet Platz für eine Menge skurriler Dinge. Besonders das Wasser und die Wettereffekte sind umwerfend gut gelungen. Steuern wir unseren Kahn in den Sonnenuntergang und singen dabei Seemannslieder, schafft das Spiel eine Athmospähre die ihresgleichen sucht. Auch aufgrund der guten Hardwareanforderungen kommen viele Spieler in den Genuss einer solchen Grafik.

Note: 1

In Richtung Sonne gen Horizont. Ein unbeschreibliches gutes Gefühl welches Sea of Thieves sehr gut vermittel.

Story

Eine wirkliche Story gibt es nicht. Dafür jedoch ein offenes Openworld-Setting, in dem man sich mit seiner Crew unbegrenzt bewegen kann. Vielleicht wäre ein längeres Tutorial nicht schlecht gewesen, doch findet man sich dennoch schnell zurecht (-0,2). Leider ähneln sich die Aufgaben in ihrer Art immer wieder sehr. Finde Schatztruhe X und verkaufe sie oder jage Pirat Y und bring seinen goldenen Schädel zu einem Außenposten, um Geld zu erhalten (-0,5).

Note: 1,7

Es gibt verschiedenen "Klimazonen" in denen die Inseln besondere Merkmale aufweisen.

Systemanforderungen

Als Mindestanforderungen sind angegeben:

Betriebssystem: Windows 10 Version: 14393.222 (64-Bit) oder höher

Prozessor: Intel Q9450 mit 2,6GHz | AMD  Phenom II X6 mit 3,3GHz

RAM: 4GB

Grafik: Nvidia GeForce GTX 650 2GB | AMD Radeon 7750

Freier Speicher: mind. 46,45 GB

So sind die Anforderungen, um das Spiel wenigstens zu spielen, sehr niedrig und ermöglichen auch sehr alten Rechnern den Einstieg. Um das Spiel in seiner gesamten Pracht zu sehen muss natürlich ein entsprechender Rechner vorhanden sein. Dieser muss jedoch bei Weitem nicht auf einem High-End Niveau sein, es sollte auch ein guter Mittelklasse PC ausreichen.

Note: 1

Fein modelliertes Feuer und sehr gut bemessene Verbreitung machen das Spiel viel spannender.

Erweiterbarkeit

Nach einem Jahr ist Sea of Thieves als Anniversary Edition erhältlich. In dieser ist die Spielwelt erweitert, ein DLC (Säbelrassler-Paket) und vieles mehr enthalten. Mit dieser Version hat man viele Punkte der Community mit aufgenommen und ins Spiel integriert. Der Spielspaß ist damit größer geworden. Zusätzlich erhält das Spiel ständig neue Updates mit Content und ist noch lange nicht tot. Aufgrund des dauerhaften Onlinespiels ist Modding nicht möglich.

Note: 1,2

Im Kampf müssen wir einströmendes Wasser mit Eimern loswerden!

Support / Zugänglichkeit

Ein Kontakt mit dem Support war nötig, da der Inhalt eines DLC nicht im Spiel zu finden war. Dieser antwortete am Wochenende nach nur einer Stunde und behob das Problem. Wer Probleme mit dem Spiel hat, kann über die offizielle Sea of Thieves Website eine Anfrage senden oder sich durch die Hilfeartikel kämpfen.

Wenn es mal hart kommt, dann so richtig. Wer sich in der falschen Region verirrt landet schnell bei Vulkanen welche mit brennenden Gesteinsbrocken nach uns spucken!

Leider ist das Spiel nur im Microsoft Store aktivierbar (-0,2). Dafür ist es aber dann auch Crossplay fähig und kann auf Xbox und PC gespielt werden.

Note: 1,2

Fazit

Jene, die gerne als Team zu 100% zusammenarbeiten möchten, werden ihren Spaß an Sea of Thieves haben. Rare Ltd. hat vieles sehr richtig gemacht. Leider ist ohne Crewmitglieder schnell die Luft raus. Doch das möchte man gar nicht erleben. Es wird lieber versucht als Crew die Meere unsicher zu machen und dabei so viel Blödsinn wie nur irgendwie möglich zu erleben. Dabei ist ein gelungener Mix mit einer sehr guten Grafik und vernünftiger Performance entstanden. Man muss kein Fan von Segelschiffen sein, um voll im Spiel aufzugehen. Für jeden ist etwas dabei, so kann geangelt, gejagt, geplündert, gesegelt, navigiert und vieles mehr getan werden. Auch die ständigen Updates erwecken den Anschein, dass noch lange nicht Schluss ist. Besonders der schnelle Support ist löblich. Leider sind die Aufgaben sehr ähnlich und könnten mehr Abwechslung bieten. Doch dies fällt erst nach sehr vielen Spielstunden schwerer ins Gewicht. Wer also gerne mit Freunden oder Fremden eng zusammenarbeiten bzw. gerne mit ihnen Abenteuer erleben möchte, kommt an Sea of Thieves nicht vorbei. Gerade jetzt in seiner aktuellen Anniversary Edition ist das Spiel besser als je zuvor.

Endnote: 1- (1,21)

Ein großes Dankeschön an meine Crew-Mitglieder Khia und Anuki für das ermöglichen der Seefahrten!

Sea of Thieves: Anniversary Edition © Microsoft Corporation. "Review zu Sea of Thieves: Anniversary Edition" wurde gemäß den „Verwendungsregeln für Spielinhalte“ von Microsoft unter Verwendung von Inhalten aus Sea of Thieves: Anniversary Edition erstellt, wird jedoch von Microsoft nicht unterstützt und steht mit Microsoft in keiner Verbindung.

Die Verwendungsregeln für Spielinhalte von Microsoft sind hier einsehbar.

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