Review zu Anno 2205

Review zu Anno 2205

Wir greifen zu den Sternen! Mit Anno 2205 können wir nun endlich den Mond besiedeln. Ebenso werden uns Spielwelten mit bis zu 100.000 Hektar Fläche präsentiert. Superlative? Wenn man den Bildern und der PR glaubt ja, doch bewahrheitet es sich auch im richtigen Spiel? Zugegeben, ich hatte bereits damals zum Release das Spiel gespielt. Von daher ist die Überraschung gering oder auch nicht?

Review zu Anno 2205

Genre: Aufbau / Stategie Plattformen: PC
Erscheinungsdatum: 03.11.2015 Review Veröffentlicht: 24.11.2020
Entwickler: Ubisoft Blue Byte Studio Mainz   Publisher: Ubisoft
Spielerzahl: 1 Spieler  

Inhalt:

  1. Einleitung
  2. Story
  3. Spielmechanik
  4. Grafik
  5. Systemanforderungen
  6. Erweiterbarkeit
  7. Support / Zugänglichkeit
  8. Fazit

Einleitung

Den Mond kolonisieren. Ein Traum vieler. Mit Anno 2205 wird dieser Traum nun Wirklichkeit. Doch bevor es zum Mond geht, müssen wir unsere Firma ausbauen. Dabei stehen uns einige Regionen zur Verfügung.


Story

Wer eine Kampagne erwartet, wird hier enttäuscht. Es gibt lediglich ein Endlosspiel auf festen Karten bzw. Regionen. Man benennt seine Firma, sucht ein Logo aus und wählt den Startsektor (-0,5). Dabei gibt es keine zufallsgenerierten Welten wie in den Vorgängern. Es fehlt bereits an dieser Stelle die Vielfalt (-0,5).  Ebenso wird auf ein gesondertes Tutorial verzichtet. Beim Start eines neuen Spiels kann lediglich das Tutorial aktiviert werden (-0,2).

Bevor wir unsere Städte in die Landschaft setzen, erblicken wir unberührte Natur.

Andere Spieler bzw. KI-Spieler sind ebenso nicht existent. Zwar gibt es Gegner, diese sind jedoch in keiner Weise mit denen aus den Vorgängern zu vergleichen. Hier hat Anno einen sehr großen Teil seines Kerns verloren (-0,5).

Note: 2,7

Spielmechanik

Zu Beginn lernen wir die grundlegenden Mechaniken. Es fällt direkt die Veränderung auf. Es gibt keine Dorfplätze mehr. Wohnhäuser werden simpel errichtet und benötigen zwingend einen Straßenanschluss zum Kontor. Hier fehlt erneut eine große Kernkompetenz des Spiels (-0,2). Lagerhäuser wurden ebenso aus dem Spiel verbannt. Sobald eine Insel mit einem Kontor versehen ist, kann sie direkt bebaut werden. Einzugsbereiche gibt es grundlegend nicht beim Warentransport. Um die Waren zum Kontor zu transportieren, müssen Transportzentren errichtet werden. Diese Stellen dann den Betrieben Transportleistungen zur Verfügung. Leider war das alte Konzept weitaus gängiger (-0,2).

Nach wie vor muss jede Insel mit Energie versorgt werden. Hier hat man das Prinzip aus dem Vorgänger übernommen. Ebenso müssen weiterhin Wohngebäude errichtet und nach Erfüllung aller Bedürfnisse aufgewertet werden. Neu hinzugekommen ist der Wohnkomplex. Dieser besitzt die gleichen Eigenschaften wie 4 normale Wohnhäuser.

Dreh und Angelpunkt ist die Übersichtskarte. Von hier können wir jeden Sektor betreten.

Schnell zeigen sich jedoch unsere Gegner: die Orbital Watch erklärt, das der Mond unabhängig bleibt. Somit ist es kein Kinderspiel, den Mond zu besiedeln. Bevor wir überhaupt etwas in diese Richtung unternehmen können, müssen wir unsere Basis ausbauen. Dies geschieht in Stufen. Jede Stufe schaltet neue Elemente des Spiels frei. So muss vor der Besiedelung der Arktis unsere Basis aufgerüstet werden.

Und so wenden wir uns dem Thema Krieg zu. Meist wird auf sogenannten Kriegsschauplätzen eine bestimmte Mission verfolgt. Hierfür stehen dann fest definierte Schiffe zur Verfügung. Je nachdem wie wir unsere Flotte aufrüsten fallen uns die Missionen leichter. Leider ist die Kamera dann sehr starr (-0,2). Dennoch bringen die Schauplätze frischen Wind in die Reihe. Für zerstörte Gebäude und vernichtete Einheiten erhalten wir Rohstoffe. Diese werden uns nach dem Kampf übergeben. Leider gibt es nur 2 Kriegsschauplätze im Spiel und so wiederholen sich die Aufgaben zu sehr (-0,5).

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Unsere Schiffe haben auch besondere Fähigkeiten. Diese können jedoch nur mit genügend Treibstoff ausgelöst werden. Diesen erhalten wir beim Zerstören von Gegnern.

Leider müssen wir zwischen den Inseln innerhalb eines Sektors keine Handelsrouten einrichten (-0,2). So zählen Arbeitskraft, Energie und Lager zusammen und können im gesamten Sektor genutzt werden.

Leider machen sich im Spiel auch einige Fehler in der Szenerie breit. Ab und an kommt es z. B. vor, das Schiffe sich an einer Stelle festfahren. Da wir keine Frachter befehligen können, müssen wir mit der Schmach leben (-0,2). Solche Fehler trüben leider die Atmosphäre des Spiels.

Leider ist das Spiel noch immer von solchen Fehlern geplagt.

Haben wir genügend Einwohner, dann können wir unseren ersten Spaceshuttle in den Orbit starten lassen. Im Orbit übernehmen wir dann unsere Orbitalstation, welche wir für die Forschung nutzen können. Kaum haben wir ebenso unseren Lift in den Orbit fertiggestellt, steht uns die Besiedlung der Arktis bevor. Hier begegnet uns eine bekannte Familie: Ville Jorgensens als Händler der Zukunft.

Unser erstes firmeneigenes Raumschiff startet in die Erdumlaufbahn.

In der Arktis begegnet uns auch die zweite Bevölkerungsart im Spiel: die Beschützer. Sie sind die Bevölkerung der Arktis und müssen genau so wie unsere restliche Bevölkerung versorgt werden. Hinzu kommen auch neue Rohstoffe wie Metallschaum.

Und so entwickeln wir unsere Firma weiter und befinden uns in Stufe 3 des Mondlizenzierungsprogramm. Nach der Auswahl unseres Kraters kann die Besiedlung beginnen. Leider spielt sich jeder Sektor gleich. Wir erhalten einen Sektor, errichten ein Lagerhaus und fangen dann an, Rohstoffe abzubauen und Einwohner anzusiedeln. Etwas mehr Abwechslung wäre förderlich gewesen (-0,5). Schlimm daran ist das die Langzeitmotivation sehr stark darunter leidet.

Der Mond ist die dritte Region in der wir Angestellte ansiedeln.

Im weiteren Fortschritt besiedeln wir auf diese Art auch noch die Tundra. Leider nimmt der Spielspaß vorher stark ab. Einen Multiplayer suchen wir in Anno 2205 leider vergebens (-0,5).

Note: 3,5

Grafik

Die Grafik ist im ersten Moment gelungen. So lassen Effekte die Spielwelt oft großartig aussehen. Gerade im All und in der Arktis macht Anno 2205 eine sehr gute Figur. Negativ fallen leider die Texturen der Gebäude auf. Sobald man näher heranzoomt fällt auf, dass im größeren Maßstab gedacht wurde. Von weit oben wirkt daher alles fein texturiert (-0,5). Hier kann man wirklich mehr erwarten.

Unsere Angestellten möchten möglichst mit allem Versorgt werden. So bilden sich schnell große Städte.

Auch das Wasser wurde in Vorgängern bereits besser dargestellt (-0,2). So sind Welleneffekte nicht sehr feingliedrig dargestellt und wirken nicht realistisch.

Note: 1,7

Systemanforderungen

Als Mindestanforderungen sind angegeben:

Betriebssystem: Windows 7 / 8.1 / 10 (64-Bit)

Prozessor: Intel Core i5 750 oder AMD Phenom II X4

RAM: 4GB

Grafik: Nvidia GeForce GTX460 | AMD Radeon HD5870

Freier Speicher: 35GB

Mit diesen Mindestanforderungen werden viele Rechner fertig, bieten jedoch keine imposanten Szenerien. Daher empfiehlt es sich, auf eine weitaus potentere Hardware zurückzugreifen. Ein Setup aus dem mittleren Preissegment reicht aber vollkommen aus, um in den Genuss besserer Grafik zu kommen.

Note: 1

Erweiterbarkeit

Es sind drei Erweiterungen für Anno 2205 erhältlich. Wer möchte, der kann den Season Pass mit allen drei erwerben.

Frontiers:

Bietet neue Sektoren zur Besiedelung und ermöglicht den Aufbau einer zweiten Fraktion (Synth). Ebenso können gegnerische Invasionen nun auch in normalen Regionen abseits der Krisensektoren stattfinden. Leider betrifft das große Versprechen: "mehrere Inseln wie in Vorgängern" leider nur einen Sektor (-0,5). Im Kern bietet der DLC relativ wenig Inhalt. Dennoch macht ihn die neue Fraktion interessant.

Orbit:

Im Orbit-DLC kann der Spieler eine eigene Raumstation in der Erdumlaufbahn errichten. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Nexus. Dieser stellt einen Forschungsbaum dar und hilft dabei, die Produktionen zu verbessern. Der Aufbau der Raumstation ist an sich sehr unspektakulär und läuft meist nebenher. Oft vergisst man sogar, die Raumstation zu erweitern (-0,5). Der Inhalt ist damit sehr mau.

Im Orbit errichten wir unsere Orbitalstation für weiterführende Forschungen.

Tundra:

Mit dem Tundra-DLC können wir die sogenannte Eiswüste erschließen. Dazu gehört auch die Aufgabe, Sümpfe trocken zu legen und zwei neue Bevölkerungstypen anzusiedeln. Grundlegend bekommt man hier am meisten DLC für sein Geld. Währe es nicht wie im Rest des Spiels… (-0,2)

Alle DLC sind auch in der Complete Edition enthalten. Damit bietet Anno 2205 einige DLC. Wirklich brauchen wird sie leider niemand, da der Tundra-DLC Inhalt stark dem restlichen Spiel ähnelt und wenig frischen Wind hinein bringt

Note: 2,2

Support / Zugänglichkeit

Leider ist der Ubisoft Support nach wie vor nicht der beste (siehe Review zu Anno 1701 in der History Edition). Dafür kann das Spiel aber wenig. Probleme, welche das Vorankommen behinderten, gab es keine. Lediglich die kosmetischen Fehler störten. Daher musste kein Support in Anspruch genommen werden. Erhältlich ist das Spiel bei Keysellern, im Handel, bei Ubisoft und auf Steam. Damit wird ein breites Spektrum abgebildet.

Note: 1

Fazit

Ist Anno 2205 ein guter Titel der Reihe? Grundlegend ist das Spiel insgesamt befriedigend. Es macht als Spiel gesehen doch einiges richtig. Leider trägt es in meinen Augen den Namen Anno im Titel zu Unrecht. Es spielt sich in keiner Weise wie ein Anno und motiviert auf Dauer daher sehr wenig bis überhaupt nicht. Das ist schade und schmälert die Lust. Leider machen es die auf den ersten Blick schöne Grafik und die erhältlichen DLC nicht wirklich besser.

Im laufe des Spiels heben einige Raumschiffe ab. Doch kommt nie eines zurück...

Einzig die geringen Mindestanforderungen und die gute Erhältlichkeit retten das Spiel auf eine 2. Bereinigt wäre es deutlich schlechter und reiht sich damit leider als schlechtestes Anno überhaupt in die Reihe ein.

Endnote: 2 (2,01)

Alle gezeigten Bilder entstammen aus dem durch Ubisoft publishten Spiel Anno 2205.

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