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Eine Chronik in Transport Fever 2

Wie wäre die Entwicklung in Transport Fever 2 eigentlich, wenn das Unternehmen eine eigene Firmenchronik schreibt? Lese selbst und sei fasziniert von dem was damals und heute die Leute bewegte.

Achtung: Es handelt sich hierbei um ein rein fiktionales Werk angelehnt an historischen Ereignissen in Deutschland basierend auf dem Spiel Transport Fever 2. Es wird keine Richtigkeit für historische Korrektheit übernommen!

Abschnitte:

Der Beginn von etwas Großen...

Eine neue (dunkle) Zeit

Die geteilte Wiedergeburt

gemeinsam in die Zukunft

Die Chronik:

1850

Der Beginn von etwas ganz Großen. Ich spüre, dass hier Geschichte geschrieben wird! Jedoch haben wir einige Hürden zu nehmen. Die Entwicklung dieser neuartigen Dampflok wird viele Vorteile mit sich bringen. Aber wo Licht ist, da herrscht auch Schatten und die Menschen müssen ihr erst zu vertrauen lernen. Unser Unternehmen ist gegründet und hat ihren Sitz in Falkenauel bezogen. 

1850 2

Nun geht es daran unsere Region zu entwickeln und erste Transportwege zu schaffen. Unsere kleine Stadt hat Potenzial, muss jedoch zunächst wachgeküsst werden.

1850 1Begonnen haben wir mit dem Transport von Holz in das nahe gelegene Sägewerk von Falkenauel. Hier wurden die Stämme zu Bretter verarbeitet und konnten durch uns in die Werkzeugfabrik transportiert werden. Von da aus, mussten wir nur noch über den Fluss in die bald florierenden Geschäfte. Seit des Krieges, welcher vor langer Zeit begann, lag unsere Industrie lahm. Da es an einer funktionierenden Maschinenproduktion scheiterte, konnten keine Maschinen mehr geliefert werden. So kämpfte unsere kleine Stadt mit einer hohen Arbeitslosigkeit und der sogenannten Landflucht in die großen Städte.

1850 3Nach einigem bürokratischen Aufwand konnten unsere Kutschen endlich die Waren transportieren und brachten so einige Bewohner des Ortes wieder in Lohn und Brot. Es dauerte nicht lange bis die Schreie nach einer städtischen Kutschenlinie lauter wurden um schneller durch den Ort zu reisen. Aufgrund unseres wachsenden Einflusses wurden wir mit der Aufgabe betraut, eine Linie durch den Ort zu betreiben und mit Kutschen für den Personentransport zu bestücken. Sie war unser ganzer Stolz.

1850 4Mit den neuen Aufgaben kamen auch neue Gelder in die Kassen, was uns mehr Spielraum ließ und unsere Geldgeber glücklich stimmte. So wurde auch der nahe Ort Mackern auf uns aufmerksam. Dieser war für seine Erz- und Kohlebergwerke bekannt. Genau so gab es hier eine Stahlindustrie die nur auf Abnehmer wartete. Wir nahmen zum Jahreswechsel die Gespräche auf und hofften so, die Arbeitslosigkeit und brachliegende Industrie in Falkenauel zu beseitigen.

1851

Die Gespräche waren erfolgreich! Mackern ließ uns ein Transportnetz aufbauen in dem Eisenerz und Kohle, aus den Bergwerken, zum Stahlwerk transportiert wird. Mitte des Jahres konnten wir mit dem Transport von Stahl zu unserer Maschinenfabrik beginnen. So lief die Produktion rasch an und unser Ort begann langsam zu wachsen. Es zog neue Einwohner an, um Arbeit zu finden.1851 1Was Mackern angeht, als Gegenleistung verlangte die Stadt Unterstützung bei der Versorgung mit Treibstoff. Hier wolle man am liebsten eine kostspielige Dampflok einsetzen. Zusammen könnten beide Orte es durchaus schaffen da die Kosten für den Neubau und die Unterhaltung der Infrastruktur samt der Fahrzeuge sehr hoch sei. Wir werden sehen was in dem kleinen Ort Mackern geschieht und ob das Projekt erfolg hat.

1852-1862

Nach einigen Jahren Bauzeit war es uns nun möglich, eine Dampflok zu unterhalten und Rohöl zu transportieren. Hierfür waren leider große Summen an Investitionen zu stämmen. So mussten auch neue Schulden aufgenommen werden. Das Ergebnis stimmte dafür:

1852 1Das Öl aus der Raffinerie wird mit Kutschen in die Treibstoffproduktion gebracht. Von dort aus ist es noch ein Stück mit den Kutschen in die Stadt. Eine weitere Dampflok können wir uns zu diesem Zeitpunkt leider nicht leisten. Ab jetzt mussten Schulden abbezahlt und weiteres Kapital für neue Projekte angesammelt werden.

Am Ende des Jahres 1862 wurde der Zukauf einer weiteren Adler-Lokomotive und weiteren Kesselwagen möglich. Jetzt lief das Geld regelrecht in Strömen in die Kasse unseres Unternehmens

Es wurden Stimmen laut, dass es Arbeitern ermöglicht werden soll zwischen den beiden Städten pendeln zu können. Mit der Kutsche würde es viele Stunden dauern und wäre dabei noch sehr unwirtschaftlich. Eine Dampflok der neuen Borsig Baureihen könnte hier Abhilfe schaffen da sie bereits knapp 50 km/h schafft und mehr Anhänger als unsere Adler-Lokomotiven ziehen kann. So wurde unser mittlerweile gewachsenes Unternehmen mit dem Bau einer Strecke beauftragt und machte sich direkt an die Planung dieser. Am günstigsten wäre die Nutzung und geringfügige Erweiterung des bestehenden Güternetzes.

1863-1865

Nach einigen Jahren der Bauzeit und Kauf einer Borsig-Lokomotive konnten die ersten Arbeiter von Falkenauel nach Mackern pendeln. Leider kamen beim Bau der Strecke einige Arbeiter ums Leben, was uns nicht immer positive Presse ins Haus brachte. Auch die Unfälle beim Betrieb der Bahnen hielten die Einwohner ab unsere Strecke zu nutzen. Dennoch setzte sich die Dampflok als Fortbewegungsmittel durch.

1868 1Wir sahen uns durch diverse Zwischenfälle jedoch gezwungen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. An zweigleisigen Stellen errichteten wir sogenannte Formsignale zur Anzeige ob ein Gleis belegt sei oder nicht. Falls es belegt sei, muss der Zug Anhalten und warten bis es frei wird. So entstand unter den Arbeitern der Leitspruch: "Bahnsicherungstechnik wird mit Blut geschrieben."

1865 1

1866-1875

Der Ort Hundsdorf erhielt zufällig Informationen von unseren Aktivitäten in der Region. So verhandelte der Ort mit unserer Firma ob es möglich ist die bestehende Strecke bis nach Hundsdorf zu verlängern. Dafür biete man uns Zugang zu den Unternehmen und dem Fluss "Selbe" über den wir Waren und Personen befördern könnten.

1875 2Für den Bau des Bahnhofs stellte man uns eine brachliegende Wiese nahe den Wohnhäusern im Zentrum zur Verfügung. Leider musste die Straße mit einer Brücke versehen werden. Dies trieb die Baukosten unnötig in die Höhe. Ohnehin kostete der Bau der Strecke knapp 2 Millionen Mark.

1875 2Zusätzlich wurden neue preußische Lokomotiven erworben, mit denen wir schneller noch mehr Wagen ziehen konnten. Als Nächstes stellten wir die Versorgung durch Lastenkutschen auf Dampflokomotiven um. Sie sind schneller und können mehr Waren transportieren. So amortisiert sich schnell der hohe Anschaffungspreis. Die Menschen erzählten sich von neuen Unternehmen, welche dasselbe Ziel verfolgen. Es sollte also nicht mehr lange dauern bis wir Konkurrenz bekommen. Vielleicht sogar schneller als wir dachten. Ende des Jahres war unser Transportnetz bereits beachtlich und brachte uns einen guten Ruf mit vollen Kassen!

1876 1beschriftet

1876

Die preußische Regierung betreute uns, aufgrund unserer Erfolge im Bereich des Personentransportes, ein Schienennetzwerk für den Bereich Hetzenhausen/Schwanebeck-Obergriesbach-Rastorf zu errichten. Die Gelder hierfür stellt die Regierung. Hier sahen wir eine große Chance, unsere Kenntnisse zu erweitern und unsere Firma noch bekannter zu machen. 

Nach einiger Bauzeit fuhren die Bahnen. Wir wurden schneller als geplant fertig, da aus dem gesamten Land Arbeiter zur Unterstützung herangebracht wurden. Manche freiwillig, andere unfreiwillig. Eine Schattenseite der Zeit in der wir uns befinden. Man legte uns nahe keine Fragen zu stellen und dankbarer zu sein. Wir fügten uns dessen auch wenn es falsch sei.

1877-1883

In Hetzenhausen/Schwanebeck begannen wir mit dem Aufbau und Test von Dampf-Straßenbahnen. Diese auf Straßen fahrenden durch Schienen in der Spur gehaltenen Fahrzeuge wurden vorher durch Pferde angetrieben. Jetzt sollen Dampfmaschinen sie ersetzen. Die Freude war groß, da sie mehr Menschen transportieren konnte und dabei erheblich schneller war, bis man sie roch. Die Städte rochen mittlerweile stark durch viele Fabriken und Lokomotiven, was bei einigen Menschen zu starken Husten führte. Wer das eine möchte, muss das andere mögen ...

1877 1

Ende des Jahres 1877 begann das Dorf Barzig sich weiter zu entwickeln. Man stellte aber schnell fest das nicht die nötigen Mittel zur Verfügung stehen um eine Eisenbahnstrecke zu anderen Orten zu errichten. Darum bat man uns in den nächsten Jahren die Lücke zwischen Falkenauel und Rastorf zu schließen und so Barzig an das Eisenbahnnetz anzubinden.

1884

Die Seen und Flüsse in der Region erschweren den Transport von Waren erheblich. So entschieden wir uns auch auf den Transport mit Booten zu setzen. Als Erstes sollten Werkzeug und Maschinen von Felsenauel nach Hundsdorf transportiert werden. 

1884 1

Aufgrund der stetigen Entwicklung des Unternehmens firmierten wir nun um. Ab sofort traten wir als Selbetaler Verkehrslogistik auf und demonstrierten so unsere Größe im Deutschen Kaiserreich.

1885-1904

In den folgenden Jahren wurde es ruhiger. Die Reformen im Reich zur Einigung der Eisenbahnen führte nicht zu dem Erfolg wie erwartet und so oblagen die Eisenbahnen noch immer jeweils dem Land, in dem sie angesiedelt waren. Übergreifende Lösungen wurden dadurch unnötig erschwert. Wir durften aufgrund dieser Situation unsere neue Strecke nur noch bis Neubraunshain führen, da ab hier die Weilroder Staatsbahn zuständig sei. An dieser Stelle wolle man auch keine Gespräche aufnehmen um eine Lösung zu finden. Man stelle sich anscheinend nun auch gegen uns. Vermehrt mussten wir auch Rückschläge hinnehmen da mehr Wert auf den Transport von Waffen und anderen Rüstungsgütern gelegt wird. Das einzige Gut, mit dem wir etwas dazusteuern könnten, wären Dampfmaschinen aus Falkenauel. Auf diese legt leider niemand Wert und so gerät unser Unternehmen weiter in finanzielle Schwierigkeiten.

1905-1914

Nach einigen Jahren des Umbruchs in Politik und Gesellschaft bewahrheiteten sich 1914 unsere schlimmsten Befürchtungen. Das Wettrüsten der Mächte führte zum Krieg. Alle Männer die kämpfen können werden aus ihren Heimaten gezogen und an die Fronten beordert. Unser Nachteil ist die fehlende Arbeitskraft in der Region. Die Wirtschaft bricht zusammen und das Aufrechthalten der Infrastruktur fällt zunehmen schwerer. Doch ist der Krieg noch weit entfernt. Wir versuchten trotzdem das beste aus der Situation zu machen und beschafften neue Fahrzeuge um Kosten bei der Instandhaltung zu sparen. Auch mussten mittlerweile keine Pferde mehr als Antrieb genutzt werden. Kutschen sind so fast gänzlich aus dem Bild unserer Fahrzeuge verschwunden.

1905 1

1915-1918

Der Krieg ist voll im Gange und und trifft die Region hart. Neben dem Abzug aller kampffähigen Männer traf es unser Unternehmen am stärksten. Zusätzlich wurde ein Großteil unserer Infrastruktur durch Artillerieangriffe zerstört. Unser gesamtes Netz glich einem Schweizer Käse und wir fragten uns warum dies alles geschehen muss.

1918 1Wir hofften nur noch das unsere Kollegen gesund zurückkommen und alles wieder so wie vorher werden würde. Leider bestätigten sich unsere schlimmsten Befürchtungen erneut und viele Kollegen waren im Kampf gefallen. Man begann zu zweifeln, besaß aber zu wenig Zeit um zu denken da der Aufbau unserer Infrastruktur und die Versorgung der Verbliebenden wichtiger war.

1919-1920

Die Jahre nach dem Krieg waren keine Guten für die Firma und seine Mitarbeiter. Die Arbeitslosigkeit stieg weiter rapide an und die Wirtschaft lag brach. Aufgrund der hohen Reparationszahlungen an die Siegermächte gab es keine bis wenige Investitionen in die Infrastruktur. So schrieb auch unsere Firma tiefrote Zahlen und konnte seine Infrastruktur nicht auf das Niveau von vor dem Krieg bringen. Viele Linien mussten deshalb eingestellt werden und wurden teilweise sogar zurückgebaut, um wichtigere Strecken zu reparieren.

Mitte des Jahres 1920 wurden im Deutschen Reich die Eisenbahnen der Länder zur Deutschen Reichsbahn zusammengefasst. Dies hatte zur Folge das alle Unternehmen ihre Eigenständigkeit verloren. Unser ehemaliger Firmensitz ist nun die regionale Vertretung der Reichsbahn. Ebenso wurde ein großer Teil der Reparationszahlungen auf die Deutsche Reichsbahn geschrieben. Man tat sich also auch mit neuem Namen sehr schwer. Die Idee einer Firmenchronik für die Region fand aber auch dort anklang und wurde weitergeführt.

1921-1933

Nach dem die Weltwirtschaft immensen Schaden erlitt, wurde die Situation mit den Jahren geringfügig besser. So schädigte die Weltwirtschaftskrise auch uns sehr stark. Es wurden Flugplätze errichtet um privaten Kunden das Überbrücken von großen Distanzen leichter zu machen. Zu den Flughäfen wurden von uns Eisenbahnstrecken errichtet, um wenigstens etwas von den neuen Transportmöglichkeiten zu haben.

1921 1Neben den neuen Flughäfen gab es eine von uns sehr kritisch betrachtete Mobilitätsvariante. Im ganzen Land entstanden Autobahnen auf denen auch private Fahrzeuge ihr Ziel relativ schnell erreichen konnten. Uns nutzen sie aber noch mehr, um die schlechten Eisenbahnstrecken mit LKWs zu umgehen. Es war also wieder möglich Orte zu versorgen und die Wirtschaft in Schwung zu bringen.

1926 1Zu Beginn der 30er Jahre wurden auch wieder neue Eisenbahnstrecken erschlossen und mit neuen Fahrzeugen versorgt. So ging es unserem Unternehmen zunehmend besser und wir konnten wieder stolz auf unser Werk blicken.

1933 1

1933 gab es einen Wandel in der Politik. Man versprach uns vieles und was hatten wir zu verlieren? Es konnte nur besser werden, da Hunger und Armut nach wie vor ein tägliches Bild waren. Wir werden sehen, was unsere neue Politik erreichen wird.

1934-1938

Es änderte sich viel. Gelder wurden für den Aufbau neuer Infrastrukturen freigegeben und der Autobahnbau lief schnell von der Hand. Alles schien immer besser zu werden. So rüsteten wir die nun geschlossenen Strecke, zwischen Felsenauel und Weiterstadt, mit einer Oberleitung auf. Wenig später fuhren die ersten Elektrischen Lokomotiven mit einer Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h durch das Land.

1938 1

Wir genossen viele Vorzüge solange wir das taten, was uns auferlegt wurde. Besonders die Waffenindustrie war nun die wichtigste Kundschaft für uns. Auch wenn es uns reich machen würde, gefällt uns nicht wie mit einigen Menschen im Land umgegangen wird. In unseren Augen sollte jeder Mensch ein Recht auf Leben haben, doch dies teilt nicht jeder in diesem Land und die Aussage sollte wohl überlegt sein. Doch was sollten wir machen? Unserer Heimatstadt Falkenauel geht es so gut wie nie zuvor und das einzige, was die Stimmung trübt, ist das Gefühl wie vor dem letzten Krieg.

1938 2

1939

Die Reichsbahnkommandantur Weilrod übernimmt nun die Führung über die Regionalvertretung Falkenauel. Wir waren nicht mit der Haltung der bisherigen Führung zufrieden. Eine reichsfreundlichere Haltung war der Aufsicht angenehmer. Mit sofortiger Wirkung wird alle verfügbare Kraft in den Ausbau der Strecken, und Ertüchtigung für schweren Waffentransport, investiert. Neue fortschrittliche, deutsche Technologien hielten ein. So auch die neue Junkers Ju 52:

1939 1

1940-1944

Der Krieg lief für uns perfekt. Unsere Waffen und Truppen aus der Region konnten pünktlich an die Fronten geliefert werden. Hierbei half uns auch unser ausgeklügeltes Straßennetz mit neu erworbenen Lastkraftwagen der Marke Opel:

1939 2

Ebenso hielten neue Stellwerksformen Einzug und ermöglichten uns mehr Züge auf den Strecken fahren zu lassen. Unser Durchsatz an Waren und Personen war immens!

1941 1

Gegen Ende 1944 wurde es dunkler. Investitionen fehlten und der Krieg kam immer näher. Wir gaben alles, um den Krieg weiter auf Distanz zu halten. Doch leider mussten wir feststellen, dass dies ein unmögliches Unterfangen sei.

1945

Der Krieg war an unserer Haustür angekommen. Das Land steht in Flammen und liegt in Trümmern. Felsenauel steht unter schweren Beschuss von Artillerie und wird sich wohl ergeben müssen. Wir kämpfen bis zum letzt...

1945 1

Bei der Bergung von wichtigen betrieblichen Dokumenten fanden wir diese Niederschrift und führen sie weiter.

Nach der Befreiung durch die Alliierten vom Nazi Regime konnten viele Regimegegner wieder in Freiheit leben. Doch leider musste ein gesamtes Land neu aufgebaut werden und jegliche Infrastrukturen waren vernichtet. So begannen wir mit dem Aufsammeln der Trümmer und bereiteten den Wiederaufbau vor. Die Firmenleitung übernahm verbliebene Mitarbeiter ohne politische Vernarrtheit da ohnehin die meisten beim Kampf um Falkenauel umgekommen waren. 

1946-1950

Nach dem Krieg wurden alle Trümmer in Falkenauel zusammengesammelt und ein neuer Hauptbahnhof errichtet. Dieser liegt nun erhöht auf den ehemaligen Trümmern der Stadt.

1950 1

Das Flugfeld ist nach wie vor zerstört und kann nicht mit den momentanen Mitteln wiederaufgebaut werden. Im Jahr 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland (BRD) ausgerufen welche alle Eisenbahnen im Westteil des Landes in die Deutsche Bundesbahn eingliedert. Unsere ehemaligen Kollegen in der nun sowjetisch besetzten Zone gehören der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) an und arbeiten für die Deutsche Reichsbahn.

Trotz der schwierigen Situation in der wir uns befinden können wir Linien dank günstiger Fahrzeuge wieder in Betrieb nehmen. So sind die als Nebenbahnen deklarierten Strecken mit unseren liebevoll getauften "Ferkeltaxen" wieder bedient. Nichtsdestotrotz fielen einige unrentable Strecken vom Netz ab da wir den Unterhalt nicht stämmen können.

1950 2

1951-1965

Von einem Krieg in den nächsten. Die Beziehungen zum Ostteil des Landes sind erkaltet und bieten uns keine Grundlage die Strecken zu unterhalten. Wo damals noch Eisenbahnen, Autos und Flugzeuge waren, ist nun eine Grenze welche uns von unseren ehemaligen Kollegen, Freunden und Familien trennt. Die Jahre wurden ruhiger, da wenige Investitionen getätigt wurden. Die Instandsetzung der Strecken, welche durch den Krieg zerstört wurden, war zu aufwendig, als das in den Jahren genug Kapital zusammen kommen konnte. Zwar war die Eisenbahn Verkehrsmittel Nr. 1 in der BRD, konnte aber nicht gegen den Aufstieg des Privaten Pkw ankommen. So bewegte sich ein großer Teil der Menschen mit dem eigenen PKW fort. Dieser Umstand machte es uns noch schwerer wieder grüne Zahlen zu schreiben.

Mitte 1958 entschloss sich jedoch die Regierung, den ehemaligen Flughafen Falkenauel wieder aufzubauen und der Region einen Hauch ihrer ehemaligen Blüte wiederzugeben.

1958 1

Ende 1965 wurde der neue Flughafen Falkenauel in Betrieb genommen. Vor Inbetriebnahme stellten wir unsere Stadtbahnlinie zum Flughafen fertig und ließen eine eigens dafür lackierte Eisenbahn fahren. Von nun an zog der Flughafen Gäste aus der ganzen Welt an und brachte volle Kassen für die Stadt.

1965 1

Ebenso nutzen wir nun neue Züge in denen Lokomotive und Waggons integriert waren. Sie nannten sich Triebwagen und ersparten uns der Erwerb von zusätzlichen Lokomotiven.

1965 2

1966-1975

In den weiteren Jahren stiegen die Schulden weiter an und wir versuchten, moderne instandhaltungsarme Fahrzeuge zu erwerben.

Durch den großen Konkurrenzdruck auf den Straßen im Bereich des Warentransports mussten wir schwere Rückschläge im Bereich Güterverkehr hinnehmen. So waren Stellenstreichungen die Konsequenz. Unserer Antwort auf dieses Problem war die Ausweitung unserer Geschäfte auf der Straße. Hier spielten uns die vielen neuen Autobahnen in die Karten. Dennoch war der Druck groß neue Produkte zu finden, um mehr Fahrgäste zu gewinnen. Eine Möglichkeit sind Schnellzüge, die nicht überall halten und mit hohen Geschwindigkeiten Strecken überbrücken können.

Was unseren Ostteil angeht, man hatte anscheinend auch Probleme, denn nicht alles lief nach Plan. Problematisch war die Tatsache, dass sich viele Teile des Oberbaus in desolaten Zustand befanden. Grund waren die Reparationsleistungen an die Sowjetunion, welche daraus bestanden das der Oberbau demontiert und deportiert wurde. Zusätzlich wurden viele Strecken überlastet und nicht instandgehalten. So setzte man lieber auf Diesellokomotiven um Dampfloks zu ersetzen.

So ging es keiner Seite wirklich gut. Geeint im Geist, getrennt in der Welt.

Im Jahre 1975 meldeten wir in unserem Bezirk vollzug bei der Aufrüstung des Oberbaus mit Oberleitung. So waren alle Hauptstrecken mit Oberleitungen versehen und konnten ohne Probleme durchgehend mit passenden Zügen befahren werden.

1976-1980

Es wurde begonnen neue Strecken zu erschließen und so neue Kunden zu akquirieren. Da der Autobahnausbau weiter fortschritt, beteiligten wir uns immer mehr am Transport mit dem LKW. Unsere aktuelle Strecke nach Pfaffenhof sollte unsere bisher Modernste werden. Neue Zugsicherungssysteme und moderne Fahrgastinformation hielten ein.

1976 1

Ende des Jahres 1980 gab es neue Pläne für die Region. So begann eine Ausschreibung unter den Städten für eine Schnellzuglinie. Falkenauel und andere Städte bewarben sich sofort und versuchten so eine weitere Unterstützung für die lokale Wirtschaft zu erlangen. Wir hatten von der Regierung den Auftrag diese dann zwischen den Städten zu errichten und später zu unterhalten.

1981-1988

Falkenauel und Dolgenbrodt gewannen die Ausschreibung. Damit gingen neue wirtschaftliche Vorteile für die beteiligten Städte einher. Zeitgleich begannen wir mit dem Aufbau der Strecke welcher sich wohl über Jahre hinweg, bei solch einer großen Entfernung, ziehen wird. Erster Schritt wird die bessere Versorgung der beiden Städte werden. So ist gesichert das später genügend Menschen pendeln.

1982 3

Leider war auch ein Großteil der Straßen in sehr schlechten Zustand und behinderte so unsere LKW. Beschwerden hierzu wurden sofort von der Regierung abgeschmettert. Man sagte, wir sollen doch einfach Waren auf den Schienen transportieren. Mittlerweile war das Geschäft auf der Schiene etwas erträglicher und so versuchten wir wirklich mehr Waren auf den Schienen zu transportieren.

1982 1

1982 2

Während es bei uns nun stetig bergauf ging, munkelte man, wie es wohl im anderen Teil Deutschlands aussieht. Dort kämpfe man noch immer mit der desolaten Infrastruktur und der bedingt schlechten wirtschaftlichen Lage.

Die Neubaustrecke stellte uns vor neue Herausforderungen. So schreiben uns Verordnungen vor das auf Strecken, auf denen schneller als 160 km/h gefahren werden kann, keine niveaugleichen Kreuzungen mit anderen Systemen wie dem Straßenverkehr zu errichten sind. Dies bedeutet das Landstraßen über oder unter unserer Strecke geführt werden müssen. Unsere erste Überbrückung, für den späteren Anschluss an das Straßennetz, war nahe Pannewitz:

1985 1

So sollten auch die vielen Weiteren aussehen, welche uns im Laufe der Bauarbeiten begegnen würden. Zusätzlich neben dem Bau neuer Strecken stellte uns die wachsende Konkurrenz auf der Straße immer mehr unter Druck. So investierten wir alle Kraft in die Neubaustrecke. Im Jahre 1986 war ein Teilstück der Neubaustrecke fertig. Dazu gehörte der neue Hauptbahnhof von Dolgenbrodt, errichtet nach modernsten Standards, in seiner gesamten Pracht.

1986 1

Ein neues Projekt folgte zudem sehr schnell: Hundsdorf ist die größte Stadt in der Region geworden und muss nun mit einem neuen Nahverkehrsnetz versehen werden. Der mittlerweile stark in die Jahre gekommene Bahnhof ist ein Schandfleck für die Stadt und bedarf einer Überarbeitung.

1988 1

Es wurde ein Ausweichbahnhof errichtet, um der Stadt weiterhin den Anschluss an die Region mit Eisenbahnen zu ermöglichen.

1989-1993

Der Tag, den niemand ahnen konnte! In der Nacht vom 9. auf 10. November 1989 konnten Bürger der DDR ungehindert über die Grenze reisen. Die Freude war groß da in den folgenden Wochen und Monaten nicht nur die Mauer verschwand, sondern viele Menschen endlich Familien und Freunde wiedersehen durften. Das geteilte Deutschland hat wohl nun ein Ende, doch nun warten viele Aufgaben auf uns. Zwei Staaten müssen zusammenwachsen mit allem, was dazugehört.

1990 2

Die Deutsche Bundesbahn und ihr DDR-Pendant Deutsche Reichsbahn einigten sich darauf die Lücke zwischen Neubraunshain und Gersten zu schließen um so den Personennahverkehr wieder zusammenzubringen. Zusätzlich musste das Teilstück auf der Ostseite noch elektrifiziert werden, um unseren Zügen die Weiterfahrt zu ermöglichen.

Bei dieser Gelegenheit versuchten wir alte Schwachstellen auf der Strecke zu eliminieren um die Fahrtzeit zu verkürzen. So stießen wir leider kurz vor Barzig auf eine alte Bombe, welche seit Jahrzehnten dort liegt. Dies führte zu einer mehrstündigen Sperrung der Strecke und kostete dem Unternehmen einiges an Kraft und Geld.

1990 3

Unser Projekt der Modernisierung des Bahnhofs Hundsdorf ist soweit fortgeschritten, dass neue Doppelstockzüge bereits planmäßig diesen anfahren können. Nur noch kleine Details bedürfen einer Nacharbeit. Negativ beeinflusste uns die Ausschreibung des lokalen Busverkehrs in Falkenauel. Diese Ausschreibung verloren wir aufgrund unseres hohen Preises für die, in unseren Augen sehr gute Qualität. Nach einigen Jahren der Bauzeit konnten wir endlich feierlich unsere Neubaustrecke in Betrieb nehmen und die ersten Züge verkehren lassen:

Nun galt es alle Kräfte in die Wiedervereinigung der beiden Verkehssysteme in Ost und West zu investieren. Dies sollte die Eisenbahn als Fortbewegungsmittel zu neuer größe Verschaffen!

1994

Am 1. Januar 1994 trat die Bahnreform in Kraft und wurde durch die Verschmelzung von Deutscher Reichsbahn mit Deutscher Bundesbahn begonnen umzusetzen. Von nun an nannte sich das Unternehmen Deutsche Bahn AG und sollte als privatwirtschaftlich geführter Staatskonzern agieren. So folgten auch diverse Trennungen im Eisenbahnbetrieb, was zur Folge hatte das Infrastruktur und Rollmaterial getrennt geführt werden, um den Wettbewerb zu steigern. Gemeinsam startet die DB in eine neue Zeit des Eisenbahnverkehrs!

1991 1

Leider war der Zustand unserer Infrastruktur im Ostteil nicht in einem annehmbaren Zustand und konnte nicht durch neue Züge befahren werden. Es musste ein neuer Oberbau inkl. der passenden Leit- und Sicherungstechnik errichtet werden. Auch die restliche Infrastruktur wie Bahnhofsgebäude und Bahnsteige waren in einem desolaten Zustand.

1995 1

Nach der Zusammenführung beider Unternehmen musste jede Linie und Strecke auf Ihre Wirtschaftlichkeit überprüft werden da hier ein enormes Einsparpotenzial bei nicht genutzten Linien liegt. So wurden viele Transportwege ausgedünnt oder durch neue Fahrzeuge ersetzt. Es war uns durch modernste Fahrzeuge möglich, mit weniger Fahrzeugen mehr Personen und Waren zu transportieren. Strecken und Linien die nicht mehr benötigt werden wurden kurzer Hand abgeschafft. Die Bürger waren davon jedoch nicht sehr überzeugt und begeistert.

Die Erneuerung der Strecke zwischen Falkenauel und Weilrod geht zum Jahresende in die heiße Phase über da Planfeststellung und Ausschreibung erfolgreich durchgelaufen sind und im nächsten Jahr der Baubeginn geschehen kann.

1995-1999

Zu Beginn des Jahres 1995 wurde mit den Bauarbeiten für die Sanierung der Strecke Falkenauel-Weilrod begonnen. Wir mussten im laufenden Betrieb die Gleise versetzen und die Bahnhöfe sanieren. Zeitweise gab es Streckensperrungen, bei denen keine Züge verkehren konnten. Unsere Kunden empfanden die Sanierungen ehr als störend.

Als Konkurrenz zum Falkenauel Int. Flughafen eröffnete 1996 der neue Weiloder Flughafen und sollte als Dreh- und Angelpunkt der Region dienen.

1995 2

Auf der sanierten Strecke wurde Kuhnhöfen als Anschlusstelle angebunden:

1995 3

Mitte 1997 war die Strecke weitestgehend saniert und konnte befahren werden. Wir setzten dann einen Inter City Zug ein, der nur die wichtigsten Städte anfährt.

1996 1

Nach dem es anfängliche Probleme bei der Ausschreibung gab, wurde die gesamte Zugflotte auf kostengünstigere Fahrzeuge umgestellt. Trotzdem waren sie noch mit Mängeln behaftet und konnten nicht in vollem Umfang genutzt werden. So gab es schnell unzufriedene Mitarbeiter und Kunden durch hohe Verspätungen.

1996 2

Auch unsere neu eingeführten Stellwerke machten uns große Probleme auf der Strecke nach Weilrod. So fiel oft die Kommunikation zwischen den Unterzentralen und Stellwerken in der Fläche aus. Hier mussten wir viele Kabel an der Strecke austauschen, da man bei den Umbauarbeiten die alten Kabel hat liegen lassen.

Es gab aber ein neues Problem: Die Infrastruktur war stellenweise an ihrer obersten Belastungsgrenze angekommen. Wir konnten keine weiteren Züge auf den Strecken fahren lassen und mussten neue alternativen finden. Zusätzlich sollen viele Strecken ausgeschrieben werden, um den Wettbewerb zu steigern.

1998 1

Nach einigen Gesprächen mit der Landesverwaltung bekommen wir für den ehemaligen Ostteil des Landes einen Finanzzuschuss um die Strecken zu erneuern und zukunftsfähiger zu machen. Leider kämpfte unser Unternehmen selbst mit einer sehr hohen Verschuldung und tiefroten Zahlen. Deshalb wurde im Vorstand beschlossen Stellen zu streichen und nicht benötigte Bahnanlagen zu verkaufen. So blieben neue Strecken erst ein Mal aus, da zu wenig Kapital vorlag. Bestehende Baustellen wurden ausgesetzt, um zu überprüfen wo Verbesserungsbedarf herrscht.

Unnötigerweise mussten wir 1998, auf unserer Hochgeschwindigkeitsstrecke, einen herben Rückschlag erleiden. Die Fahrbahn senkte sich kurz nach Falkenauel ab und gefährdete so Züge, welche in Richtung Dolgenbrodt fahren. Wir mussten nun nicht nur eine Meldung an das Eisenbahnbundesamt senden, es musste auch die Strecke gesperrt werden und in voller Länge überprüft werden, falls an einer anderen Stelle solch etwas erneut auftreten sollte. Dies zog einen großen Imageschaden mit sich.

1998 3

Nach einigen Monaten durften wir in der Region aufatmen und die meisten ausgeschriebenen Strecken und Linien weiter mit unseren Fahrzeugen befahren. Es mussten dafür jedoch Versprechen zu Pünktlichkeit und Fahrzeugqualität gemacht werden. Die Zukunft wird zeigen, wie gut uns dies gelingen wird.

1998 4

Um den Hauptbahnhof Falkenauel zu entlasten, wurde der Stadtbahnhaltepunkt Falkenauel-Nord ausgebaut und eine Verbindung zur Hauptstrecke geschaffen. Die Kosten übernahm zum Großteil die Stadt Falkenauel, um mehr Menschen anzulocken.

1999 1

Leider war das Glück nicht auf unserer Seite, so geschah am 08.06.1999 ein Unfall bei der Durchfahrt des Barziger Autobahnkreuzes auf der Linie RB2 in Richtung Falkenauel. Jugendliche stellten geklaute Andreaskreuze direkt auf die Schienen, wodurch eine Kollision mit dem Fahrzeug unausweichlich war. Zum Glück konnte der Zug seine Fahrt beenden und niemand wurde verletzt. Nur der Schrecken saß tief.

 

2000

Zu Beginn des Jahrtausends gewannen wir die Ausschreibung bei der Radeland Öl AG. So konnten wir mit einer neuen Art von Diesellokomotiven den schnellen, sicheren und pünktlichen Transport von Treibstoff durchführen.

2000 1

Die Stadt Weilrod soll endlich an das ICE-Netz angebunden werden. Für den Bau der Strecke stellt der Bund mehrere Millionen Mark zur Verfügung und drängt auf eine zeitnahe und gute Lösung. So wurde also sehr schnell mit der Planung und Ausschreibung begonnen.

2001-2005

Nach der beendeten Ausschreibung der Bauleistung für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Richtung Dolgenbrodt begannen die Bauarbeiten. Hierfür müssen Gleise verschlungen und Straße über- oder unterführt werden. 

Unsere Ausschreibung für neue Straßenbahnen hatte Erfolg und wir konnten Skoda als Partner gewinnen. Zusätzlich versuchten wir, Geldgeber für die Anbindung von Schadeleben zu finden. Aus eigenen Mitteln wäre es nicht lohnenswert, mit den richtigen Investoren jedoch schon. Eine touristische Erschließung des Ortes würde viel Geld in die Kassen aller beteiligten spülen.

2001 1

Ein Jahr später konnten wir mit dem Bau der neuen Strecke beginnen. Der Tourismusverband Schadeleben beteiligte sich an den Kosten für den Bau und verpflichtete sich für das Anbieten verschiedener Attraktionen, um Personen anzulocken. Die Strecke wurde entlang der Strecke des lokalen Unternehmens Prisanewitzer Ölhandels GmbH geführt.

2002 2

Beim Streckenbau musste die Autobahnbrücke erneuert werden, da die Lage der Bögen es unmöglich machte eine Strecke hindurch zu errichten. Eine moderne Trägerbrücke schaffte Abhilfe. Die ersten Züge rollten ein weiteres Jahr später im Jahr 2003 und brachten viele Besucher in den kleinen Ort. Dort lag jedoch das Problem, es gab keine Züge um eine neue Linie dorthin zu unterhalten. Kurzum wurde der RB4 von Neubraunshain verlängert nach Schadeleben.

2003 1

Ende 2005 eröffnete unsere neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Weilrod und Dolgenbrodt. Mit neuer Zugsicherungstechnik und Stellwerken ging es in die Zukunft.

2005 1

2006-2012

Leider funktionierten die Stellwerke und Züge nicht so wie wir und unsere Kunden es gerne hätten. Viele Ausfälle und Störungen verhindern die pünktliche Abwicklung des Zugverkehrs. Fast jeder unserer ICE fährt mit Mängeln aus der Betriebswerkstatt, da die Instandhaltung zu aufwendig wäre oder das Personal fehlt. Dies missfällt unseren Kunden stark und so sinkt die Zufriedenheit immer weiter. 

2009 1

Zusätzlich verlieren wir Ausschreibungen aufgrund unseres hohen Preises. So geriet der Konzern sehr in schwere Gewässer da unsere Tochterunternehmen im Regional- und Fernverkehr finanzielle Schwierigkeiten haben. Auch fehlt zunehmend das Personal, da vor Jahren viele Mitarbeiter entlassen oder in den Ruhestand geschickt wurden. Der Konzern war am Beginn einer langen Durststrecke. Investitionen dienten mehrheitlich der Erhaltung des Sollzustandes und Analyse des Istzustandes, um weiteren Ausfällen vorzubeugen.

2013-2017

Nach den Jahren der negativen Nachrichten entstanden diverse Qualitätsoffensiven welche Infrastruktur und Rollmaterial in Zuverlässigkeit, Instandhaltbarkeit, Zukunftsfähigkeit und Präsenz verbessern soll. Mit dieser großen Offensive sollen Kunden wieder das Gefühl bekommen im Fokus zu stehen. Dafür müssen Prozesse optimiert und Milliarden an Investitionen getätigt werden. Die wird nur mit der Hilfe des Bundes funktionieren, welcher die zuvor genannten Investitionen zur Verfügung stellen muss. Leider wird die Not nicht überall in der Politik anerkannt. Unser Ziel ist es bis 2020 der Vorreiter in der Personenbeförderung zu werden und dabei Zuverlässig, Pünktlich und Umweltschonend zu sein.

Als erstes wurden wichtige Bahnhöfe neu gestaltet, um auch körperlich eingeschränkten Menschen die Fahrt mit unseren und anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen zu ermöglichen. Begonnen wurde im Bahnhof Neubraunshain.

2013 12013 2

Neben neuen Bahnhöfen in der Fläche mussten auch Gleise erneuert werden. So wurde die Strecke zwischen Barzig und Neubraunshain als Erstes modernisiert, um mehr Durchsatz zu schaffen. Moderne Stellwerke (Elektronische Stellwerke, kurz ESTW) bilden nun das Rückgrat für die Stammstrecke.

2013 3

Der Bahnhof Falkenauel war etwas aufweniger bei der Sanierung und Modernisierung, da ein hohes Verkehrsaufkommen an diesem Knotenpunkt herrscht. So müssen die Bahnsteige in einzelnen Phasen modernisiert werden.

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Leider funktionierte nicht alles so reibungslos, wie wir es uns gewünscht hätten. Bei der Planung der Dachkonstruktion geschah ein Fehler und das Dach konnte nicht in voller Länge der Bahnsteige errichtet werden. So stand also unter diversen Bedingungen die 1. Klasse des ICE im Regen. 

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Um etwas von der negativen Presse abzulenken bzw. unser Unternehmen positiver darstellen zu wollen, entschieden wir uns mit dem Falkenauel Verkehrsbetrieb ein Pilotprojekt mit neuen Bussen zu starten. Dort traf die Idee auf großes Interesse und es dauerte nicht lange bis die ersten modernen Wright StreetCar's durch die Straßen Falkenauels fahren.

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Als Nächstes mussten wir unsere Zugflotte erneuern. Es mussten Instandhaltungsarme und zuverlässige Fahrzeuge, mit der Möglichkeit mehr Kunden zu befördern, beschafft werden. So gab es im Vorstand die Entscheidung auch im Inter-City Verkehr auf Doppelstockzüge zu setzen. Testweise wurde der IC1000 zwischen Weilrod und Falkenauel mit neuen DUALSTOX betrieben. Sollte das Modell Erfolg haben können wir uns die neuen Fahrzeuge auf mehr Linien und Strecken vorstellen. Leider gibt es auch hier Probleme die es uns erschweren einen zuverlässigen Betrieb aufrecht zu erhalten. Aufgrund von Produktionsmängeln gibt es Schwierigkeiten bei der Zulassung weiterer Fahrzeuge.

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Die Tatsache das immer mehr Strecken bei Ausschreibungen verloren werden, macht es immer wichtiger, das unsere Qualitätsoffensive erfolg haben wird. So sind neue Unternehmen immer stärker auf dem Vormarsch.

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Leider reichen unsere eigenen Mittel und die geringen Investitionen nicht aus das Streckennetz vernünftig auszubauen, deshalb mussten neue Lösungen her. So konnte unsere Qualitätsoffensive nicht im Zeitplan bleiben und die Umsetzung bis 2020 war stark in Gefahr.

2018-2020

Im Rahmen der umweltpolitischen Diskussion in allen Gesellschaftskreisen erkannten wir, das die Bahn dabei helfen kann das Klima zu schonen. Unsere Flotte fährt zu einem großen Anteil mit klimaneutralen Strom und ist durch Sparpreisangebote dabei sogar sehr günstig. Folglich machte der Vorstand unserer Regierung Vorschläge für Investitionen und wie man damit das Klima schonen könnte. Die Ideen stießen auf Begeisterung und wurden schnell begonnen anzugehen.

Durch neue Techniken und mehr Investitionen konnten wir bereits schnell neue Erfolge vorweisen. So stiegen viele unserer Güterzüge auf elektrische Lokomotiven um.2018 1

Unsere LKW's wurden durch neue, moderne und sparsamere Modelle ersetzt. Durch bewusste Verlagerung auf die Schiene versuchen wir zudem, den Güterverkehr zu stärken und öffentliche Straßen zu entlasten.

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Nach einiger Planung in der Vergangenheit sollten nun neue Güterbahnhöfe errichtet werden. Mit ihnen wird es leichter Waren, innerhalb und außerhalb der Region zu befördern. Jedoch sorgten die Standorte für viel Diskussionsstoff zwischen den Städten und der Firma. Schlussendlich einigte man sich auf mehrere Güterbahnhöfe an wichtigen Dreh und Angelpunkten der Region. Begonnen wurde mit dem Güterbahnhof Weilrod, für den eigens ein Gleisdreieck angelegt wurde. Neben einen neuen Bahnhof für Güter am Flughafen, wurde auch eine neue Landebahn errichtet. Diese sollte ohnehin bereits vor Jahren errichtet werden.

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Der Transport aller Waren im Weilroder Umland sollte nun über den zentralen Güterbahnhof am Flughafen geschehen. Von hier aus ist es auch sehr leicht Waren per Flugzeug oder Eisenbahn zu anderen Städten abzutransportieren.

Doch während wir aufrüsten, verfolgen unsere Konkurrenten dasselbe Ziel.

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Als Imagefilm beauftragten wir Videoaufnahmen unserer Region aus einem Flugzeug heraus, um damit zu zeigen, wie groß unser Verkehrsnetz ist.

 

Fortsetzung folgt...

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