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Test zu Need for Speed: Heat

Genre: Arcade Rennspiel  Plattformen: PC, Xbox One, PS4 
Erscheinungsdatum: 08.11.2019    Veröffentlicht: 16.11.2019
Entwickler: EA Ghost Games  

Inhalt:

  1. Einleitung
  2. Spielmechanik
  3. Grafik
  4. Story
  5. Systemanforderungen
  6. Erweiterbarkeit
  7. Support / Zugänglichkeit
  8. Fazit

Einleitung

Keine Spielreihe von EA scheint so die Fans zu spalten oder zu polarisieren. Seit Jahren ein auf und ab der Reihe und immer wieder der Vergleich mit Need for Speed Underground 2. Taugt EA's neuer Titel oder wird er sich hinter vergangenen Teilen anstellen müssen? Der Test verrät es...

Spielmechanik

Da Need for Speed: Heat kein Simulator sein möchte ist die Steuerung mehr Richtung Arcade gehalten, d.h. die Autos haben ein unrealistisches Fahrverhalten. Das ist kein Minuspunkt sondern macht in NfS: Heat sogar sehr viel Spaß. Empfehlen kann man an dieser Stelle die Steuerung mit Gamepad um unnötigen Frust beim Fahren zu verhindern.

Angekommen beim Fahrverhalten bringt NfS: Heat eine interessante Thematik hervor: die Fahrzeugspezialisierung. Dies ist zwar schon aus anderen Spielen der Branche bekannt, doch ist es in NfS: Heat interessant umgesetzt. So können wir unser Auto in der Werkstatt entweder auf: Racing (Rennwagen), Drift, Straße (Straßenrennen) oder Offroad spezialisieren. NfS: Heat lässt uns hierbei aber die Freiheit die Spezialisierungen teils zu kombinieren. So ist es möglich den Wagen auf Straße und Drift zu spezialisieren damit er etwas Fahrverhalten beider Klassen hat.

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Die Steuerung passt sich den Spezialisierungen der Fahrzeuge an, so tendiert ein Driftwagen zum ausbrechen und ein Rennwagen zum schnellen durchfahren von Kurven. Die Rennen sind angepasst auf die Fahrzeugspezialisierung als auch auf die Punktebewertung der Fahrzeuge. Jedes Fahrzeug besitzt eine Bewertung welche sich ändert sobald das Auto mit gekauften oder gewonnenen Teilen verbessert wird (Leistungstuning). Neben den Normalen Rennen in den Klassen, gibt es für jede Spezialisierung eine Story an deren Ende ihr ein besonderes Auto erhaltet. Die vorhandenen 127 Fahrzeuge (NfS: Heat Wagenliste) welche nicht nur leistungstechnisch sondern auch äußerlich stark verändert werden können genügen vollkommen und lassen wenig Raum für Verbesserungen und Wünsche.

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Im Grunde teilt sich das Spiel in zwei Bereiche auf: die am Tage stattfindenden offiziellen Rennen um Geld und die in der Nacht zu bewältigenden illegalen Rennen um Reputation unter den Rasern. Schauen wir uns nun die Rennen am Tage an: Je nach unserer Reputation können wir Rennen in verschiedenen Klassen fahren. So steigert sich bei jeder Reputationsstufe, welche wir nachts erreichen, die mindestens benötigte Punktebewertung neuer Rennen. Wir müssen also unsere Autos in den Klassen verbessern und so in den Rennen am Tag Geld erwirtschaften. Die Polizei ist uns zu dieser Tageszeit wohlgesonnen da wir in "offiziellen" Rennen fahren. Dennoch sollte man den Crash mit ihnen vermeiden. In der Nacht ändert sich das ganze. Rennen werden illegal gefahren und die Polizei versucht uns je nach Fortschritt der Nacht immer stärker zu jagen. Bei jedem Rennen oder diversen Aktionen erhöht sich unsere Heat-Stufe. Mit jeder Stufe trumpft die Polizei mit neuen Fahrzeugen auf welche uns immer gefährlicher werden können. Die Stufe wird aber als Multiplikator für unsere Reputation benötigt weshalb man veruscht eine möglichst hohe Heat-Stufe zu erreichen. Auch in der Nacht gibt es Rennen für verschiedene Fahrzeugspezialisierungen.

Leider ist die KI in manchen Veranstaltungen noch etwas gewöhnungsbedürftig dies bedeutet, dass sie entweder auf den ersten Plätzen komplett davon fährt, obwohl man mit einem viel stärkeres Auto auftrumpft, oder nach dem überholen komplett den Mut verliert und weit zurück fällt. Hier wünscht man sich noch etwas Feinschliff. Genau so benötigt auch die Fahrzeugphysik noch etwas Programierarbeit, da gerade bei Sprüngen ab und an sehr interessante Verhaltensweisen zum Vorschein kommen. Versucht Sprünge möglichst nicht am Rand der Rampe zu starten da ansonsten das Fahrzeug im 90 Grad Winkel zur Seite geschoben wird.

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Insgesamt macht hier NfS: Heat jedoch einen sehr guten Eindruck. Die vielen Fahrzeuge und das durchdachte System der Fahrzeugspezialisierung die über mehrere Komponenten erlangt und geprägt wird hält das Tunerherz am leben. Die Rennen am Tage um Geld und die Rennen in der Nacht um Reputation im Kampf mit der Polizei wirken durchdacht und fesseln. So gibt es eigentlich immer etwas zu erledigen um entweder mehr Geld oder Reputation zu erwirtschaften. Das Spiel ermutigt uns so immer wieder vom Tag in die Nacht zu wechseln und immer weiter voran zu kommen. Bei dem ganzen Spaß kann man dann auch über die Physik und KI hinwegsehen. Und bei der energischen Polizei besitzt man meist keine Zeit um sich über langeweile Gedanken zu machen.

Note: 1,5

Grafik

Bei NfS: Heat scheint die Grafik ein wichtiger Punkt in der Programmierung gewesen zu sein, denn Ghost Games scheint seine Sache gut gemacht zu haben. Am Tage protzt das Spiel mit guten Texturen und angenehmen Lichteffekten. Die Fahrzeuge sind sehr gut dargestellt und lassen selbst beim Motorsound keine Wünsche offen. Hier macht NfS: Heat seinen Konkurrenten sogar noch etwas vor.

0017In der Nacht wandelt sich das Spiel komplett in seinem erscheinen. So trotzt das Spiel mit effektvoller Grafik und sehr sehr sehr viel Neonlicht auf. "Stört das nicht?" fragen sich jetzt bestimmt viele. Hier kann man ganz klar "nein" sagen. Die Atmosphäre ist durch die Lichteffekte gerade in der Nacht perfekt gelungen.

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Negativ fallen die teils schlechten Texturen der Ladengeschäfte auf. Die 3D Innenräume sind mit 2 Texturen versehen die ehr aus NfS Underground 2 stammen könnten. Ebenso fehlen den Autos die Aufhängung und das Fahrwerk, dies fällt aber nur bei Sprüngen und im Fotomodus auf. In den Zwischensequenzen merkt man an den Charakterdarstellungen das es sich um ein Rennspiel handelt. So sind die Charaktere teils starr animiert und wirken unrealistisch in ihren Bewegungen.

Insgesamt ist die Grafik sehr gelungen, dies merkt man gerade bei den liebevoll animierten Fahrzeugen und der gelungenen Atmosphäre. NfS: Heat muss sich also nicht hinter anderen Spielen des Genre anstellen. Ganz im Gegenteil zieht es mit anderen mit, setzt zum Überholen an, schafft es aber nicht an der Konkurrenz vorbei zu ziehen und fährt so in der Pole-Position mit.

Note: 1,8

Story

Story in einem Rennspiel? Die Erwartungen sind nicht gerade hoch an die Story im Spiel. In NfS: Heat ist die Story eigentlich nicht so schlecht wie erwartet. So sind wir neu in Palm City in der Nachts ein Kampf zwischen Racern und Polizei stattfindet. Jedoch sind die Cops korrupt und wir versuchen sie zu stoppen. An dieser Stelle muss man Ghost Games ein Lob aussprechen wie sie die Story zwischen Polizei und Racer in das Spiel integriert haben. Aber dennoch ist sie relativ flach und hervorsehbar in ihrem Verlauf. An dieser Stelle erwartet man aber keine tiefgründige Story, denn es ist immerhin ein Rennspiel in dem es um Rennen und Tuning geht. Neben der Story gibt es die Möglichkeit der Kampagnen für jede Fahrzeugspezialisierung und eine Menge freier Rennen in verschiedenen Klassen und Stufen. Am Ende jeder Kampagne winken Legendäre Fahrzeuge aus vergangenen NfS Teilen.

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So muss am Tage das Geld für Leistungs- und Optiktuning erspielt und in der Nacht die nötige Reputation für die Spielerstufe erlangt werden. Auf Grundlage der Stufe des Spielers werden dann neue Fahrzeuge und Tuningteile freigeschaltet. Ein Teufelskreis also!

Insgesamt macht hier NfS: Heat einen sehr guten Eindruck, da eine recht attraktive Story durch das Spiel leitet und durch die Nebenkampagnen der Anreiz für die verschiedenen Fahrzeugspezialisierungen gegeben ist. Die vielen Rennen welche gefahren (auch mehrmals) werden können tragen zur Langzeitmotivation bei.

Note: 1,5

Systemanforderungen

Um NfS: Heat zu spielen schreibt die offizielle Website des Spiel folgende Mindestanforderungen vor:

  • Betriebssystem: Windows 10
  • Prozessor: Intel Core i5-3570 / AMD FX-6350 oder gleichwertig
  • RAM: 8GB RAM
  • Grafik: GeForce GTX 760 / AMD Radeon 7970 oder gleichwertig
  • Bandbreite: 320 kbit/s
  • Speicher: 50 GB 

Auf einem Rechner auf dem Windows 10 mit 16 GB RAM, einem Intel Core i7-3770K und Nvidia GeForce GTX 980Ti läuft, funktioniert das Spiel einwandfrei ohne Ruckler und längeren Ladezeiten.

Note: 1

Erweiterbarkeit

Bissher ist nur durch die Deluxe Edition mehr Content zu erwerben. DLC's sind noch nicht erhältlich jedoch für die Zukunft sehr realistisch. So sind Car-Packs denkbar um mehr Fahrzeuge ins Spiel zu bringen. Das erweitern per Mods wird nicht unterstützt und ist somit ausgeschlossen. Auf Grund der noch nicht vorhandenen DLC's fällt eine Wertung aus.

Note: Offen

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Support / Zugänglichkeit

Da bissher kein Kontakt mit dem Support nötig war (weder bei mir, noch im Umfeld) ist hier keine genaue Aussage möglich. Ein Kontakt ist per Chat, im Forum oder als Ticket möglich. Das Spiel ist momentan für PC nur im Origin Client nutzbar. Jedoch zeichnet sich ab das EA auch auf Steam seine Spiele vermarktet. Dennoch wird dann nur der Origin Client mit dem Spiel gestartet. Hier wünscht man sich etwas mehr Zugänglichkeit da nicht jeder viele verschiedene Clienten nutzen möchte.

Note: 3

Fazit

Zurück zur Eingangsfrage: Taugt EA's neuer Titel oder wird er sich hinter vergangenen Teilen anstellen müssen? 

NfS: Heat macht vieles richtig. So funktioniert die Steuerung jetzt besser als im Vorgänger bei dem sie sehr schwammig und Drift orientiert war. Nun verhält sich das Fahrzeug so wie wir es tunen. Ein sehr gelungenes Feature ist der Tag/Nacht-Wechsel bei dem Nachts die Polizei der größte Gegner ist. So gefallen die Grafik und die Steuerung gleichermaßen und schaffen eine Racing-Atmospäre aus der man ungerne herausgeholt wird. Die vielen Rennen am Tage und in der Nacht schaffen Motivation so viele der 127 Fahrzeuge aus dem Grundspiel zu tunen und zu besitzen wie möglich. Es macht Spaß Nachts mit Neonlicht unter dem Auto durch die Innenstadt zu rasen und sich Duelle mit der Polizei zu liefern. Da kann man über fehlendes Fahrwerk und schlecht texturierte Geschäfte hinwegsehen. Auch die teils flache Story an sich ist nicht perfekt aber dennoch ausreichend um den Spieler in Palm City eintauchen zu lassen. Bei den Systemanforderungen macht Ghost Games einiges richtig um möglichst vielen Menschen das Erlebnis von NfS: Heat nahezubringen. Es wird sich zeigen wie EA und Ghost Games das Spiel weiter ausbauen und welche Neuerungen einkehren.

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Also hat es NfS: Heat geschafft an die Spitze zurückzukehren? Ganz klar, ja! Nichts ist perfekt, so auch NfS: Heat, aber darin liegt nun mal auch seine Stärke. Die Kernkompetenzen sind sehr gut und bieten wenig Raum für Verbesserungen. Atmosphäre und Gameplay sind stimmig, nicht perfekt aber genau da wo NfS Underground 2 auch ein mal war. Man merkt die Parallen und hat Spaß daran die Entwicklung zu betrachten und das Spiel zu spielen. Wer also seine Probleme mit dem Vorgänger Payback hatte, sollte sich NfS: Heat auf jeden Fall ein mal ansehen!

Endnote: 2+ (1,76)

Alle gezeigten Bilder sind direkt aus dem Spiel Need for Speed: Heat aufgenommen. Offizielle Website: www.ea.com

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