cp

mit copy ist es möglich Kopien von Dateien und Verzeichnissen zu erstellen. Durch Copy können auch einzelne Dateien umbennant werden.

Syntax

cp [Optionen] Quelle Ziel

Optionen

-a 

  Attribute werden beim kopieren behalten
-b   vorhandene Dateien werden mit einer sogenannten tide ~ versehen anstatt sie zu überschreiben.
-d   kopiert nur Verweise bei Links und nicht die Datei auf er zeigt
-i   vorhandene Dateien werden nicht überschrieben bevor der User es nicht genehmigt hat (Abfrage)
-l   erstellt "Hard Links" statt Dateien zu kopieren, so ist die Funktionalität gleich zu "ln"
-r   kopiert auch Unterverzeichnisse und die Inhalte dieser
-s   erstellt "Symbolische Links" statt Dateien zu kopieren und entspricht dem Befehl ln -s
-u   kopiert Dateien nur wenn keine gleichnamige Datei mit neuerem Datum vorhanden ist

 

Beispiel

cp Datei.log /usr/root/Datei.txt    kopiert die Datei "Datei.log" nach /usr/root/ und ändert den Dateityp in .txt
cp Datei1.txt Datei2.txt   bennent die Datei1.txt in Datei2.txt um

dd

mit dem Befehl dd lassen sich Dateien oder Partitionen kopieren. Mit dd ist es so möglich Backups von ganzen Festplatten zu erstellen oder ein Image auf einen USB Stick zu schreiben.

Syntax

dd Optionen

Optionen

Die Optionen werden ohne "Minus" angegeben.

if=quelle    gibt die Quelle an von der aus Daten kopiert werden sollen, "quelle" muss hier ersetzt werden durch den Pfad des Gerätes oder der Datei
of=ziel   gibt das Ziel an zu dem die Daten kopiert werden sollen, "ziel" muss hier duch den Pfad des Zielgerätes oder der Datei
bs=größe   gibt die Blockgröße an mit der gelesen und geschrieben wird, "größe" muss durch eine Zahl und die Einheit ersetzt werden (z.B. 1M)
count=blöcke   gibt die Anzahl der zu kopierenden Blöcke an, bs bestimmt hierbei wie groß die Blöcke sind
conv=konvertierung   gibt an ob die Daten beim kopieren konvertiert werden sollen, Modi hierfür sind z.B.: noerror (ignorieren Lesefehler), sync (füllt Eingabeblöcke mit Nullen auf) usw.
skip=zahl   gibt an wie viele Blöcke übersprungen werden sollen bevor der Lesevorgang startet

 

Beispiel

dd if=linux.iso of=/dev/sdc bs=1M     kopiert den Inhalt des Images "linux.iso" auf "sdc" mit einer Blockgröße von 1M

date

mit den Befehl date lassen sich Datum und Uhrzeit einstellen und anzeigen.

Syntax

date [Optionen] [Format]

Optionen

-s Zeit ändert die Zeit oder das Datum

Format

%1  Monat als Zahl
%m Monat als zweistellige Zahl
%b Monat als Abkürzung
%B Monat ausgeschrieben
%Y Jahr als vierstellige Zahl
%d Tag als zweistellige Zahl
%H Stunde als zweistellige Zahl
%M  Minute als zweistellige Zahl

Beispiel

date  zeigt das aktuelle Datum und die Uhrzeit an
Fr 22. Nov 17:47:04 CET 2019

csplit

mit dem Befehl csplit kann eine Textdatei in definierte Teile zerteilt werden. So sind nach dem zerteilen mehrere Dateien mit laufender Nummer zu finden. Als Trenner sind Zeilenzahlen oder Ergebnisse eines vorher definierten Suchmusters möglich. Bei einer Angabe von Zeilenzahlen wird die Datei nach der angegebenen Anzahl von Zeilen geteilt. Bei einem Suchmuster wird jede Zeile nach dem angegebenen Muster überprüft und bei Übereinstimmung zerteilt.

Syntax

csplit [Optionen] Datei Trenner

Trennungen

/Trenner/ Zeile mit Muster wird zur ersten Zeile der neuen Datei
/Trenner/+n n Zeilen nach Trenner wird die Datei geteilt
/Trenner/-n n Zeilen vor Trenner wird die Datei geteilt
n nach n Zeilen wird die Datei in 2 Dateien geteilt
{n} teilt die Datei in n+1 Dateien
{*} teilt die Datei jedes mal wenn das Suchmuster übereinstimmt oder immer wieder nach n Zeilen

Optionen

-f neuerDateiname  die Ausgabedateien werden nach diesem Schema benannt
-k bestehende Dateien werden nicht gelöscht sofern ein Fehler bei der Verarbeitung zum Abbruch führt
-z verhindert die Erstellug von leeren Dateien

Beispiel

csplit -k -f fehler Logdatei.log '/error/' {*}  zerlegt bei übereinstimmung des Suchmusters "error" die Datei Logdatei.log in einzelne Dateien mit dem Namen fehler und ignoriert dabei bereits erstellte Dateien sofern es zu einem Abbruch kommt.

crontab

dient dem ausführen von Jobs zu einem definierten Zeitpunkt im Hintergrund.

Syntax

crontab [Optionen]

Optionen

-e  ziegt den Inhalt der Crontab an und bietet die Möglichkeit des Bearbeitens

-l  listet die Einträge der Crontab auf

-r  löscht die Crontab 

-u User  bearbeitet (nur als root) die Crontab des angegebenen Benutzers

Aufbau

Die Crontab ist in Zeilen aufgebaut in der jeweils der Ausführungspunkt und das auszuführende Kommando oder Skript enthalten ist. Der Aufbau ist wie folgt:

Minute  Stunde Tag Monat Wochentag Kommando
* * * * *  

Nicht zu nutzende Felder werden mit einem * versehen.

clear

dient dem löschen des Konsoleninhalts (Shell). Alternativ kann auch die Tastenkombination [Strg] + [L] genutzt werden.

Syntax

clear

cksum

dient dem ermitteln der Prüfsumme und Größe einer Datei. Mit der Prüfsumme kann die integrität der Daten überprüft werden, hierfür ist jedoch eine Referenz nötig (am besten die Prüfsummer durch den Anbieter der Datei) mit der die Summer verglichen werden kann.

Syntax

cksum Datei

chroot

bietet die Möglichkeit das Wurzelverzeichniss in das angegebene Verzeichniss zu ändern. So ist eine neue Shell aktiv welche nach beenden der Arbeiten durch "exit" geschlossen werden kann. Dies ist z.B. hilfreich wenn man eine andere Linux-Distribution einhängt und das root-Passwort ändern möchte. 

Syntax

chroot Verzeichnis [Befehl]

Kommando

chroot /mnt/backup    startet eine neue Shell im Angegebenen Verzeichnis 

chown

dient dem ändern des Besitzers (und der Gruppe) einer Datei. Das Recht der Änderung des Besitzers ist root vorbehalten.  

Syntax

chown [Optionen] user[:Gruppe] Datei(n)

Kommando

chown user text.txt   ändert den Besitzer der Datei text.txt in user
chown user:users text.txt   ändert den Besitzer (user) und die Gruppenzugehörigkeit (users) der Datei text.txt

Optionen

-R  verändert Besitzer, und bei Angabe auch Gruppenzugehörigkeit, in Unterverzeichnissen unterhalb des angegebenen Verzeichnisses, alternativ auch mit --recursive

chmod

durch das Kommando chmod kann der Zugriff auf Dateien verändert werden. So ist für jede Datei hinterlegt ob:

  • Besitzer (User)
  • Gruppenmitglieder (Group)
  • Andere (Others)

die Datei lesen (read), schreiben (write) oder ausführen (execute) dürfen.

Syntax

chmod [Optionen] Zugriffstyp Datei(n)

Der Zugriffstyp kann in zwei Schreibweisen angegeben werden. Entweder durch Abkürzungen der Gruppen und Zugriffstypen oder durch die Oktale Schreibweise.

Schreibweisen

Abkürzungsschreibweise

chmod [Optionen] Benutzer+/-Zugriffstyp Datei(n)

Es wird abgekürzt eine Kombination aus Benutzer und Zugriffstypen genutzt. Folgend die Abkürzungen:

Benutzer  Abkürzung
User u
Group g
Others o
Alle a
Zugriffstyp  Abkürzung
read r
write w
execute x

 So würde eine Änderung der Leserechte für alle Benutzer auf eine Datei durch a+r angegeben werden. So können nun alle Benutzer die Datei lesen.

Oktale Schreibweise

Statt Buchstaben werden Oktalzahlen angegeben, diese stehen jeweils für eine Benutzergruppe (User, Group und Others). Jede Zahl kann aus den Werten 4, 2 und 1 bestehen, welche für r, w und x stehen. Der Wert 777 steht folglich für die Rechte: rwxrwxrwx was jedem User erlaubt zu lesen, schreiben und auszuführen. Der Wert 744 steht für rwxr--r-- und erlaubt nur dem Besitzer die Datei zu lesen, schreiben und auszuführen. Alle anderen User dürfen sie nur lesen.

  Zahl 1  Zahl 2 Zahl 3
User Group Others
r w x r w x r w x

Optionen

-R oder --recursive  dient dem ändern der Zugriffsrechte auch in allen Unterverzeichnissen des angegebenen Verzeichnisses.

chgrp

dient dem ändern der Gruppenzugehörigkeit von Dateien. Es können nur Dateien der eigenen Gruppe zugeordnet werden sofern der aktuelle User, besitzer der Datei ist. Beim User Root gilt dies nicht, er kann die Zuordnungen beliebig anlegen.

Syntax

chgrp [Optionen] Gruppe Datei(n)

Kommando

chgrp backup /media/backup.sh    ändert die Gruppenzugehörigkeit, der Datei backup.sh, zur Gruppe backup
chgrp -R website /var/www/ ändert die Gruppenzugehörigkeit des Verzeichnisses www und allen Unterverzeichnissen zu website

Optionen

-R  verändert Grupenzuordnungen auch in Unterverzeichnissen alternativ auch mit --recursive

-v  zeigt die einzelnen Tätigkeitsschritte an, alternativ --verbose

-c  zeigt die veränderten Dateien an, alternativ --changes

 

 

cd

dient dem Wechsel in das angegebene, Heimat- oder übergelagerte Verzeichnis.

Syntax

cd [Verzeichnis]

Kommando

cd /media    wechselt in das media Verzeichnis
cd .. wechselt in das übergelagerte Verzeichnis
cd / wechselt in das oberste Verzichnis (Root Verzeichnis)
cd wechelt in das Homeverzichnis des auslösenden Users

cat

dient dem darstellen des Inhalts der übergebenen Textdatei(n). Die Darstellung kann auf der Shell oder auch in eine weitere Datei erfolgen. 

Syntax

cat [Optionen] [dateien]

Kommando

cat Datei.txt zeigt den Inhalt der Datei "Datei.txt" an 
cat Datei*.txt > Krempel.txt fässt den Inhalt aller Dateien (Datei1.txt, Datei2.txt, Datei3.txt) innerhalb des momentanen Verzeichnisses in eine Datei Krempel.txt zusammen
cat > Sammlung.txt alle folgenden Eingaben in die Datei "Sammlung.txt" schreiben. Jede Zeile wird mit [Enter] bestätigt und mit [Strg] + [D] beendet.

Optionen

-E  zeigt $ am Ende jeder Zeile

-n  zeigt die Zahl der Zeilen an

-s  reduziert mehrere leere Zeilen auf eine (weniger Zeilen Output)

-T  zeigt Tabs im Text als ^I an

blkid

dient dem anzeigen von Informationen zu Festplatten, Partitionen und Raid-Systemen. So zeigt eine Abfrage die UUID, das Label (Namen) und den Dateisystemtyp an.

Syntax

blkid [Optionen] [Device]

Kommando

blkid /dev/sda    zeigt alle Informationen zu sda an

Optionen

-L [Label]  zeigt nur Ergebnisse mit dem angegeben Label (Namen)

-k  zeigt alle vom OS unterstützten Dateisysteme an

-n [Dateisystem] zeigt nur die Dateisysteme auf dem Rechner welche der Option entsprechen

-U [uuid] zeigt nur das Dateisystem mit der richtigen UUID welche mit der Option angegeben wurde.

-t [Kriterium]=[Wert]  zeigt nur Ergebnisse welche dem Kriterium entsprechen. So sind als Kriterium möglich: TYPE (Dateisystem), UUID (ID des Dateisystems), PARTUUID (ID der Partition) und LABEL (Name)

batch

Mit dem batch Befehl ist es möglich andere Befehle einmalig dann auszuführen wenn der Rechner wenig ausgelastet ist (load average). 

Syntax

batch

[Befehl]

[Strg] + [D]

Nach Eingabe des Befehls folgt in einer neuen Zeile der Befehl bzw. die Befehle welche bei einer load average <=1,5 ausgeführt werden sollen. Die sogennante "load average" ist ein durschnittswert der Rechnerauslastung. Wenn alles eingegeben wurde, wird die Eingabe mit [Strg] + [D] abgeschlossen. 

Der Befehl batch kann nicht eine Datei als Quelle für die auszuführenden Befehle nutzen. Für das nutzen einer Quelldatei oder das ausführen zu einer definierten Zeit ist das at Kommando zu nutzen.

Kommando

batch        start der Eingabe 
init 0 Fährt den Rechner herunter
[Strg] + [D] Beendet die Eingabe

badblocks

Mit badblocks ist es möglich defekte Blöcke eines Speichermediums zu finden. Dies funktioniert durch lesen und auch schreiben (sofern angegeben) jedes Blocks auf dem Medium. Es dient nicht der Überprüfung von Ext-Dateisystemen.

Syntax

badblocks [Optionen] Medium

Ohne Parameter führt badblocks einen sogenannten "read-only Test" durch bei dem jeder Block des angegebenen Speichermediums nur gelesen und nicht beschrieben wird.

Kommando

badblocks -vs /dev/sdb       führt eine read-only Überprüfung von sda durch. Dabei ist es verbose (gesprächig) und zeigt den Fortschritt an. 

Optionen

-v   verbose/gesprächig (zeigt Tätigkeit auf der Shell an)
-n   es wird zusätzlich neben dem Lesetest ein Schreibtest für jeden Block durchgeführt. Bei diesen werden die ursprünglichen Daten wiederhergestellt. (non-destructive)
-w   es wird zusätzlich neben dem Lesetest ein Schreibtest für jeden Block durchgeführt. Bei diesem gehen die Ursprünglichen Daten auf dem betroffenen Speichermedium verloren! (destructive)
-s zeigt den Fortschritt an
-o  ausgabe der defekten Sektoren erfolgt in eine Datei welche nach nach der Option angegeben werden muss

aptitude

Mit dem Befehl aptitude wird das Installieren, Aktualisieren und entfernen von Paketen auf Debian und Ubuntu Systemen bewerkstelligt. Jedoch bietet aptitude erweiterte Möglichkeiten im Bereich der Deinstallation und Bedienung.

Der große Vorteil liegt darin das sich aptitude bei der Installation Abhängigkeiten merkt, so gestaltet sich die Deinstallation einfacher da auch nicht mehr benötigte abhängige Pakete mit deinstalliert werden.

Die sogenannten Paketquellen sind in der /etc/apt/sources.list definiert.

Syntax

aptitude [Optionen] Kommando

Unter Kommando sind die passenden Befehle anzufügen welche das System ausführen soll.

Kommando

install Paket1 Paket 2 ... installiert die aufgezählten Pakete und Pakete in Abhängigkeit, die Pakete werden aus den APT-Paketquellen bezogen
remove Paket1 Paket2 entfernt die angegebenen Pakete
update aktualisiert die Paketlisten, es findet kein Update der Pakete statt
upgrade aktualisiert die Pakete wie sie in der Paketliste hinterlegt sind
purge Paket1 löscht Paket und seine Konfigurationen
show Paket1 zeigt Infos zum Paket
why Paket1 zeigt Abhängigkeiten
why-not Paket1 zeigt warum ein Paket nicht installiert werden kann
clean leert den Paketcache
autoclean leert Paketcache um Festplattenplatz freizugeben

Optionen

-f  repariert defekte Paketinstallation 

Benutzeroberfläche

Bei der Eingabe des Befehls aptitude ohne Kommando wird der "Grafische" Modus geöffnet. Dieser wird über die Tastatur bedient.

Taste  Funktion
 [↑] & [↓] Navigation
[Enter] Öffnen
[/] Suche öffnen
[i] durch Paketinformationen blättern
[+] ausgewähltes Paket zur installation vormerken
[-] ausgewähltes Paket zur deinstallation vormerken
[=] Paketversion des ausgewählten Paketes halten
[G] Start der installation/deinstallation wie vorher ausgewählt
[?] Hilfe anzeigen
[Shift] + [Q]      aptitude beenden

Wenn alle gewünschten Pakete ausgewählt bzw. vorgemerkt ([+] , [-] , [=] wurden kann über die Taste [G] die installation bzw. deinstallation ausgeführt werden.

 

at

Mit dem at Befehl ist es möglich andere Befehle zu einem späteren Zeitpunkt einmalig auszuführen. 

Syntax

at [Optionen] [Zeitpunkt]

[Befehl]

[Strg] + [D]

Nach den Optionen muss der Zeitpunkt zur einmaligen Ausführung angegeben werden. Nach der Eingabe des Zeitpunktes folgt in einer neuen Zeile der Befehl bzw. die Befehle. Wenn alles eingegeben ist wird die Eingabe mit [Strg] + [D] abgeschlossen. Möchte man wissen ob bereits Jobs ausgeführt werden kann dies mit dem folgen Kommando erfolgen:

atq 

Genaue Angaben was hinter den Job-ID's steckt findet man unter: /var/spool/cron/atjobs

Um Aufträge zu löschen wird die jweilige Job-ID benötigt und an das folgende Kommando gehangen:

atrm [Job-ID]

Kommando

at 03:00am 19-10-05        führt am 05.10.2019 um 3 Uhr die nachfolgenden Kommandos aus 
init 0 Fährt den Rechner herunter
[Strg] + [D] Beendet die Eingabe
atq                                    zeigt alle Ausführungszeiten mit den dazugehörenden Job-ID's an
atrm 12                             löscht den Job mit der ID 12

Optionen

-b             die Befehle werden nicht nach Zeit sondern nach Rechnerauslastung gestartet. Diese Option enthält also das Kommando Batch und benötigt keine Zeit.

-f [Datei]   auszuführende Kommandos werden nicht nachfolgend Eingegeben sondern aus der dann angegebenen Datei entnommen.

-M            keine Mail (sofern eingerichet) senden bei vollendetem Job

-m            zwingend eine Mail (sofern eingerichet) senden an Admin

-t YYYYMMDDhhmm    dient als alternative Methode zur Zeiteingabe

alias

Mit dem Befehl alias können aliase für Befehle ins System eingefügt bzw. angezeigt werden (sofern bereits welche vorhanden sind). Als Alias werden kurzformen bzw. andere Befehle für bereits im System vorhandene Befehle bezeichnet. 

Syntax

alias Kurzform='Befehl'

Die Kurzform ist der später zu nutzende Befehl auf Kommandozeilenebene. Nach dem = folgt der eigentliche Befehl welcher vom System ausgeführt werden soll. So kann sich hinter einem alias auch ein Skript verstecken. Bitte an die Striche vor und hinter dem Befehl denken.

Kommando

alias zeigt alle Aliase im System für den User an
alias Kurzform='Befehl'    fügt einen neuen Alias hinzu
unalias Kurzform entfernt einen alias aus dem System für den jeweiligen User

apt-get

Mit dem Befehl apt-get wird das Installieren, Aktualisieren und entfernen von Paketen auf Debian und Ubuntu Systemen bewerkstelligt.

Die sogenannten Paketquellen sind in der /etc/apt/sources.list definiert.

Syntax

apt-get [Optionen] Kommando

Unter Kommando sind die passenden Befehle anzufügen welche das System ausführen soll.

Kommando

autoremove falls Pakete auf Grund von Abhängigkeit installiert wurden und nicht mehr benötigt werden können diese mit diesem Kommando entfernt werden
install Paket1 Paket 2 ... installiert die aufgezählten Pakete und Pakete in Abhängigkeit, die Pakete werden aus den APT-Paketquellen bezogen
remove Paket1 Paket2 entfernt die angegebenen Pakete
update aktualisiert die Paketlisten, es findet kein Update der Pakete statt
upgrade aktualisiert die Pakete wie sie in der Paketliste hinterlegt sind

Optionen

-d  keine installation, nur download in das Verzeichnis /var/cache/apt/archives
-s keine installation, nur Simulation der Installation
-y beantwortet Abfragen mit Yes, dient dem Nutzen in Skripten zur automatischen Installation

addgroup /groupadd

Das Kommando addgroup dient der Erstellung von Gruppen unter Debian und Ubuntu basierten Systemen. Unter Fedora und Red Hat wird das Kommando groupadd genutzt.

Hierbei werden die Einstellungen und Parameter aus der /etc/adduser.conf berücksichtigt. Diesen Gruppen können dann User hinzugefügt werden.

Syntax

addgroup [Optionen] Gruppenname

Optionen

-- gid [Zahl] übergibt eine Benutzerdefinierte Zahl als Gruppen Identifikationsnummer


delgroup

dieses Kommando löscht die angegebene(n) Gruppe(n) unter verschiedenen derivaten von Linux. So zeigt der Befehl "delgroup" unter Fedora und Red Hat auf "groupdel".

Syntax

delgroup [Optionen] Gruppe

Optionen

--only-if-empty  der löschvorgang wird nur durchgeführt sofern der Gruppe keine User zugewiesen sind.
--system löschen nur bei Systemgruppen

Beispiel

delgroup --only-if-empty hosenbund   löscht die Gruppe "hosenbund" nur wenn ihr keine User zugewiesen sind 

adduser / useradd

mit dem Kommando adduser wird unter Debian und Ubuntu Systemen ein neuer User angelegt und, soweit nichts anderes deklariert, einer neuen Gruppe mit dem selben Namen zugewiesen. Unter Fedora und Red Hat wird das Kommando useradd genutzt.

Bei der Erstellung eines neuen Users wird auf die Einstellungen aus der /etc/adduser.conf zurückgegriffen.

Syntax

adduser [Optionen] Username

Bei dieser Eingabe wird ein User innerhalb einer gleichnamigen Gruppe angelegt. Um einen User anzulegen sind grundlegend keine Optionen nötig.


adduser Username Gruppenname 

Durch diesen Befehl wird ein neuer User einer Gruppe hinzugefügt. Es wird also keine neue Gruppe angelegt die den Namen des Users trägt.

Optionen

-- uid Nummer weist dem neuen User die angegebene User Identification Number (UID) zu.
-- gecos "" Es werden die Folgeabfragen (Vollständiger Name, Telefon usw.) übersprungen und durch leere Felder ersetzt
-- home /Pfad/... es wird ein alternativer Pfad zum anzulegenden Home-Verzeichnis angegeben
-- conf Datei Angabe alternativer /etc/adduser.conf Datei
-- no-create-home nicht Erstellung des Home Verzeichnisses
-- disabled-Login es wird kein Login für den User möglich sein
-- shell alternative Shell Angabe einer alternativen Login-Shell, so kann hier als shell "/bin/false" angegeben werden um den Login per SSH zu verbieten.

 

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