Weniger Speicher als gekauft?

Viele kennen es: Der gekaufte USB-Stick hat im System weniger Speicherplatz als auf der Verpackung vom Hersteller versprochen. Liegt hier ein Betrug des Kunden vor oder ist doch alles richtig? Der Artikel bringt es dir näher!

 

Die Angabe der Kapazität von (Massen-)Speichermedien wird mit dem Dezimalen-Präfix angegeben. So besitzt z. B. ein USB-Stick eine Speicherkapazität von 32 GB laut Hersteller. Schließt man diesen an einen Windows PC, so besteht er eine maximale Speicherkapazität von 29,8 GB. Dieses Phänomen ist bei allen Herstellern zu beobachten.

Die Ursache ist dabei schnell zu finden: Die Software arbeitet mit dem SI-Präfix (Binärer-Präfix). Daraus resultiert auch der Unterschied zwischen dem, was der Hersteller angibt und dem was im System angezeigt wird. Nimmt man das Beispiel des USB-Sticks, kann man rechnerisch diese These belegen:

Kapazität des Sticks: 32GB

Erwartetes Ergebnis: 29,8 (Gerundet)

Ein Gibibyte entspricht einer Größe von 1.073.741.824 Bytes. Gerundet sind dies also 1,073 GiB. Teilt man nun die 32 GB durch die 1,073 GiB erhält man folgendes Ergebnis:

32GB / 1,073GiB = 29,82

Doch warum ist dies so? Wie eingangs erwähnt handelt es sich hierbei um zwei Verschiedene-Präfixe. Sie meinen beide jedoch das Gleiche. So entsprechen 32 GB im Grunde 29,82 GiB. Die Anzeige im System ist unter Windows so geregelt, das trotzdem GB statt GiB angezeigt werden. In System wie Unix-Derivaten gibt es andere Regelungen und kann bedingt sogar durch den Benutzer eingestellt werden.

Damit handelt es sich hier keinesfalls um einen Betrug (natürlich nicht bei wirklichen Betrügern). Es passen genauso viele Byte an Daten auf den Massenspeicher wie versprochen. Doch sollte man darauf achten, aus welcher Quelle das Massenspeichermedium bezogen wurde, um sicherzugehen, dass die angegebene Kapazität der Realität entspricht.

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